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Heidschnucken kehren in die Höckeler Heide zurück

Copyright und Urheber siehe Landkreis Harburg

Nach einer Pause von 80 Jahren weiden wieder Schafe und Ziegen in der Höckeler Heide. Die Tiere helfen dabei, die Natur in der Region Handeloh zu retten.

In der Höckeler Heide (Landkreis Harburg, Niedersachsen) ist es wieder laut geworden. Man hört das Blöken der Heidschnucken und das Meckern von Ziegen. Das ist eine gute Nachricht für die Natur, denn nach einer Pause von gut 80 Jahren sind die Tiere zurückgekehrt.

Schäferin Gesa Menne von der Schäferei Hoffmann aus Wörme treibt ihre Herde aus 450 Heidschnucken und 17 Ziegen vom Büsenbachtal in die Heide. Der Marsch dorthin dauert etwa zwei Stunden. Was wie ein gemütlicher Ausflug aussieht, ist harte Arbeit für die Umwelt. Die Tiere fressen junge Birken, Kiefern und andere Sträucher ab. So verhindern sie, dass die Fläche komplett zu einem Wald zuwächst.

Das Gebiet ist nur noch ein kleiner Rest der ursprünglichen Heideflächen zwischen Handeloh und Höckel. Ende der 1990er-Jahre hatten sogar ehrenamtliche Naturschützer aufgegeben. Danach überwucherten Gebüsche und Bäume das Land, und die typische Heide verschwand fast völlig. Vor zwei Jahren fing die Abteilung Umwelt des Landkreises Harburg zusammen mit der Gemeinde Handeloh an, das Gelände wiederherzustellen.

Die Tiere wirken nun wie lebende Rasenmäher. Sie halten das Heidekraut auf einer Höhe von etwa 15 Zentimetern. Das sorgt dafür, dass die Pflanzen im Spätsommer wieder lila blühen. Außerdem reißen die Tiere mit ihren Klauen Spinnweben auf, damit Bienen besser an die Blüten kommen. Das Ganze ist Teil eines größeren Plans: Ein Biotopverbund soll sich durch den ganzen Landkreis ziehen. So können Tiere wie Eidechsen, Schlangen oder Wildbienen besser zwischen verschiedenen Naturschutzflächen wandern und finden neue Lebensräume.

Die Heidschnucke ist zwar das Symbol der Region, aber die Rasse ist gefährdet. Früher gab es auf einem Heidehof bis zu 700 Tiere, heute existieren nur noch 13 Herden in der Lüneburger Heide. Deshalb wurde die Graue Gehörnte Heidschnucke zur gefährdeten Nutztierrasse des Jahres 2026 gewählt.

Wer die Natur erleben will, kann das direkt am Heidschnuckenweg tun. Die Umweltbehörde will dort in Kürze noch zwei Bänke aufstellen, damit Besucher die Tiere und die Landschaft in Ruhe beobachten können.

Quelle: Landkreis Harburg – zur Originalmeldung

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