Heidenheim zieht Bilanz der Opernfestspiele 2026
Am vergangenen Sonntag gingen die Opernfestspiele in Heidenheim (Baden-Württemberg) zu Ende. Bei gutem Wetter feierten die Gäste die Saison mit einer Last Night unter freiem Himmel. Intendant Marcus Bosch und Kulturleiter Matthias Jochner zeigten sich zufrieden mit dem Ergebnis. Die Festspiele hätten sich als feste Größe in Europa etabliert.
Im Mittelpunkt der Saison standen zwei Werke von Giuseppe Verdi, die auf Geschichten von William Shakespeare basieren. Die Oper „Otello“ wurde ab dem 3. Juli sechs Mal aufgeführt. Meist fand dies im Rittersaal auf Schloss Hellenstein statt, nur zweimal musste wegen des Wetters ins Festspielhaus CCH ausgewichen werden. Die selten gespielte Urfassung von „Macbeth“ wurde ab dem 16. Juli zweimal im Festspielhaus CCH gezeigt und für den Rundfunk sowie eine spätere Veröffentlichung aufgenommen.
Auch für jüngere Zuschauer gab es ein Angebot: Mit der Produktion „Holle!“ war die Junge Oper zwölf Mal im Margarete-Hannsmann-Saal der Stadtbibliothek zu Gast. Neben den Opern gab es zahlreiche Konzerte, darunter ein Eröffnungskonzert mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern und ein Kinderkonzert mit den Stuttgarter Philharmonikern.
Zusätzliche Angebote wie Jazzfrühstücke im Brunnengarten oder die „Late Night“ im Kunstmuseum waren ebenfalls gut besucht. Insgesamt kamen 14.451 Menschen zu den Veranstaltungen. Die Auslastung lag bei 96 Prozent. Besonders erfolgreich war „Macbeth“ mit einer Auslastung von 111 Prozent, da die Platzkapazitäten kurzfristig erhöht wurden.
Auch die Politik lobte den Erfolg. Ministerpräsident Cem Özdemir bezeichnete die Festspiele als Aushängeschild für Baden-Württemberg. Oberbürgermeister Michael Salomo nannte das Festival einen kulturellen Leuchtturm für die Stadt und die Region.
Die Planung für das nächste Jahr läuft bereits. Die Saison 2027 steht unter dem Motto „Sprengkraft“. Auf dem Programm stehen Richard Wagners „Lohengrin“ im Rittersaal sowie Verdis „I masnadieri“ im Festspielhaus CCH. Das Programmheft erscheint im November, der Ticketverkauf hat bereits am 4. Juli 2026 begonnen.