Hatzfeld schließt Wildsammelstelle zum 31. Juli
In Hatzfeld (Landkreis Waldeck-Frankenberg, Hessen) gibt es bald keine offizielle Wildsammelstelle mehr. Der Landkreis schließt die Einrichtung zum 31. Juli.
Das bedeutet für alle Jäger in der Region: Es dürfen keine neuen erlegten Tiere mehr in die Wildkammer gebracht werden. Das ist nötig, damit die Wildschweine rechtzeitig auf die Afrikanische Schweinepest (ASP) getestet werden können.
Wer bereits Tiere dort lagert, muss handeln. Alle Wildschweine, die negativ auf die Schweinepest getestet wurden, müssen bis spätestens 30. Juli um 10 Uhr abgeholt werden. Wer die Frist verpasst, muss mit Kosten rechnen: Tiere, die danach noch in der Sammelstelle liegen, werden vom Landkreis kostenpflichtig entsorgt.
Für die Zukunft gibt es eine Alternative. Wer erlegte Wildschweine verwerten möchte, kann diese in privaten Kühlkammern lagern. Das gilt für die sogenannte Sperrzone I und nur bis zum Ergebnis der ASP-Untersuchung. Allerdings muss der Landkreis die private Kühlkammer vorher als „bestimmte Stelle“ genehmigen. Einen entsprechenden Antrag kann man formlos per E-Mail stellen.