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Hannover: Zoll durchsucht Bordelle wegen Betrugsverdachts

Zoll und Polizei haben in Hannover und Umgebung fünf Gebäude gestürmt. Es geht um Schwarzarbeit und nicht gemeldete Einkünfte in zwei Bordellen.

Am Abend haben zahlreiche Beamte des Zolls und der Polizei in Hannover (Niedersachsen) und im Umland gleichzeitig zugeschlagen. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft wurden insgesamt fünf Objekte durchsucht. Zwei davon sind Bordelle, die anderen sind Privatwohnungen.

Im Zentrum der Ermittlungen stehen eine 44-jährige Frau, ihr 50-jähriger Lebenspartner und ein 43-jähriger Mann. Die Beamten vermuten, dass die drei seit mindestens 2019 mindestens fünf Leute in den Bordellen beschäftigt haben. Dabei soll es sich um Hausmeister oder Sicherheitsleute gehandelt haben. Für diese Arbeiter wurden jedoch keine Sozialversicherungsbeiträge gezahlt.

Besonders dreist: Der 50-jährige Mann darf eigentlich gar kein Gewerbe mehr betreiben, weil ihm das bereits 2020 untersagt wurde. Deshalb führt seine Partnerin die Geschäfte offiziell. Die Ermittler glauben aber, dass im Hintergrund immer noch der Mann und sein 43-jähriger Partner die Fäden ziehen.

Zudem sollen die Betreiberin und ihr Partner seit Jahren Sozialleistungen beziehen. Geld, das sie durch die Bordelle verdient haben, haben sie den Behörden wohl verschwiegen. Deshalb wird nun wegen Sozialversicherungs- und Sozialleistungsbetrug ermittelt.

Bei den Durchsuchungen halfen auch Bargeldspürhunde. Die Beamten suchten nach Beweisen auf Papier, aber auch nach digitalen Daten auf Computern oder Handys. Die Prostituierten in den Häusern sind nach aktuellem Stand nicht betroffen, da sie wohl selbstständig arbeiten.

Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich die drei Verdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Hauptzollamt Hannover – zur Originalmeldung

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