Hann. Münden: Waldbrand wohl durch Forstarbeiter ausgelöst
Am 10. August brach im Bereich des Steinbachtals (Landkreis Göttingen) ein heftiger Waldbrand aus. Das Feuer wütete in unmittelbarer Nähe der Autobahn A 7 und zerstörte eine große Fläche des Stadtforstes von Hann. Münden. Die Feuerwehr musste einen Großeinsatz starten, um die Flammen zu löschen.
Nach den ersten Erkenntnissen der Polizei wurde das Feuer vermutlich bei Freischneidearbeiten ausgelöst. Das Polizeikommissariat Hann. Münden hat deshalb gegen drei Forstarbeiter aus einer anderen Region Ermittlungen eingeleitet. Die Männer stehen im Verdacht der fahrlässigen Brandstiftung. Bisher haben sie sich zu den Vorwürfen nicht geäußert und lassen sich von Anwälten vertreten.
Die Polizei hat zudem geprüft, ob es einen Zusammenhang zu anderen Bränden in der Stadt gibt. Am 9. August gab es zum Beispiel einen Großbrand in einer alten Fabrik an der Wilhelmshäuser Straße. In diesem Zusammenhang wird gegen einen 17-Jährigen aus dem Werra-Meißner-Kreis (Hessen) ermittelt. Der Jugendliche sitzt seit dem 17. August 2026 in Untersuchungshaft, da die Gefahr besteht, dass er erneut Taten begeht.
Ein Zusammenhang zwischen dem Waldbrand im Steinbachtal und dem Fabrikbrand oder anderen Feuern in Hann. Münden besteht jedoch nicht. Die Ermittlungen zu den genauen Abläufen beim Waldbrand dauern an. Ob und inwieweit sich die Forstarbeiter strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.