Hamburg: Mann ruft Sieg Heil im Bahnhof Harburg
Es war kurz vor fünf Uhr nachmittags am 13. August 2026, als es im Bahnhof Harburg (Hamburg) zu einem Vorfall kam. Ein 73-jähriger Mann stieg bei Gleis 12 über die Absperrung und kletterte in den S-Bahntunnel.
Bahnreisende bemerkten das gefährliche Manöver und sagten sofort einer Streife der Bundespolizei Bescheid. Die Beamten prüften später auch die Videoaufnahmen vom Bahnhof. Die Bilder bestätigten, dass der Mann tatsächlich in den Tunnel gestiegen war.
Die Polizisten fanden den Mann schnell im Gleisbereich. Er erklärte den Beamten, er sei nur dort hineingegangen, um zu urinieren. Die Polizisten erklärten ihm die großen Gefahren im Tunnel und wollten den Einsatz beenden.
Doch als die Beamten den Mann wegschickten, änderte sich die Stimmung. Der Deutsche rief plötzlich lautstark „Sieg Heil“. Die Umstehenden konnten den Nazi-Gruß deutlich hören. Die Polizisten teilten ihm sofort mit, dass sie nun ein Strafverfahren gegen ihn einleiten. Danach wollte der Mann nichts mehr sagen. Die Beamten gaben ihm einen Platzverweis und schickten ihn vom Bahnhof weg.
Jetzt steht der Mann vor mehreren rechtlichen Problemen. Wegen des Nazi-Grußes wurde ein Strafverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet. Dieses Verfahren übernimmt nun das LKA 7 der Hamburger Landespolizei. Außerdem wurde ein Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit eröffnet, weil er ohne Erlaubnis auf den Gleisen war.
Die Bundespolizei nutzt den Vorfall, um noch einmal zu warnen: Der Aufenthalt im Gleisbereich ist lebensgefährlich und streng verboten. Zugführer können oft nicht ausweichen, weil die Bremswege zu lang sind. Wer dort herumläuft, bringt sich selbst und andere in Gefahr.
Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Hamburg – zur Originalmeldung