Hamburg: Messerfund führt zu Festnahme am Hauptbahnhof
Gegen 14:40 Uhr war eine Streife der Bundespolizei am Hamburger Hauptbahnhof (Hamburg) unterwegs. Auf dem Südsteg kontrollierten die Beamten einen 26-jährigen Mann. Bei der Durchsuchung fanden sie in seiner Hosentasche ein Messer mit einer sieben Zentimeter langen Klinge. Das Messer war griffbereit und wurde sofort mitgenommen.
Weil der Mann das Messer bei sich trug, leitete die Polizei ein Verfahren wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz ein. Doch bei der Überprüfung seiner Daten kam noch mehr ans Licht: Gegen den montenegrinischen Staatsangehörigen lag ein Haftbefehl vor. Er war wegen eines besonders schweren Falls von Diebstahl verurteilt worden, hatte aber eine Geldstrafe von 850 Euro nicht bezahlt und war daraufhin untergetaucht.
Die Beamten nahmen den Mann fest und brachten ihn zum Revier am Hauptbahnhof. Da er das Geld nicht sofort bezahlen konnte, rief er seinen Bruder an. Gemeinsam beglichen die beiden die Summe von 850 Euro. Dadurch konnte der Mann einer 90-tägigen Ersatzfreiheitsstrafe entgehen und musste nicht in die Haftanstalt.
Die Bundespolizei nutzt den Vorfall für eine Warnung. Waffen würden eine trügerische Sicherheit bieten und oft dazu führen, dass Situationen schneller eskalieren. Zudem könnten Waffen weggenommen und gegen den eigenen Besitzer verwendet werden. Für die Polizei sei es zudem oft schwerer zu erkennen, wer in einem Streit eigentlich das Opfer und wer der Täter ist.
Ob und inwieweit sich der Mann durch das Mitführen des Messers strafbar gemacht hat, klärt nun die zuständige Behörde. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Hamburg – zur Originalmeldung