Zum Inhalt springen
newssofort.de

Hamburg: Mann ruft Nazi-Parolen im Fernzug

Ein 49-jähriger Mann fuhr ohne Ticket von Berlin nach Hamburg und beschimpfte seine Mitreisenden mit verfassungswidrigen Rufen.

Ein Mann reiste am 19. August 2026 mit einem Fernzug von Berlin Hauptbahnhof nach Hamburg (Hamburg). Gegen 14:04 Uhr kam es im Zug zu einem Vorfall. Der 55-jährige Zugbegleiter kontrollierte die Fahrkarten, doch der 49-jährige Fahrgast konnte kein gültiges Ticket vorzeigen. Auch einen Ausweis hatte er nicht dabei.

Neben dem fehlenden Ticket sorgte der Mann für Aufsehen unter den anderen Passagieren. Er rief lautstark und deutlich hörbar mehrfach „Heil Hitler“. Der Zugbegleiter informierte daraufhin die Bundespolizei.

Als der Zug am Hamburger Hauptbahnhof einfuhr, warteten die Beamten bereits. Sie nahmen den Mann noch am Zug in Gewahrsam. Der Deutsche wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern. Die Polizei stellte fest, dass er nicht betrunken war. Allerdings ist der Mann bereits bekannt, weil er schon früher Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen benutzt hat.

Nachdem die Beamten ihre Arbeit vor Ort erledigt hatten, wurde der Mann mit einem Platzverweis weggeschickt.

Jetzt folgen die rechtlichen Konsequenzen. Wegen der Nazi-Rufe wurde ein Strafverfahren wegen Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet. Diese Ermittlungen übernimmt das LKA 7 der Hamburger Landespolizei. Gleichzeitig ermittelt die Bundespolizeiinspektion Hamburg gegen den Mann, weil er sich die Fahrt erschlichen hat.

Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Hamburg – zur Originalmeldung

← Zurück zur Übersicht

Weitere Meldungen aus Hamburg

Alle ansehen