Hambacher Wald wird dauerhaft geschützt
In Kerpen (Landkreis Vulkaneifel, Rheinland-Pfalz) und der umliegenden Region ist eine wichtige Entscheidung gefallen. Am Dienstag, den 9. Juni 2026, haben sich Vertreter aus verschiedenen Bereichen im Umweltministerium zusammengesetzt. Dazu gehörten Ministerien, Kommunen, die RWE Power AG sowie Leute vom Naturschutz und aus der Landwirtschaft. Gemeinsam haben sie eine Erklärung unterschrieben, die den dauerhaften Erhalt des Hambacher Waldes sichert.
Das bedeutet konkret: Der Wald wird in Zukunft nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt. Er soll sich zu einem sogenannten Wildnisentwicklungsgebiet entwickeln, in dem die Natur ihr eigenes Ding machen kann. Spätestens bis zum Jahr 2035 geht das Eigentum an den Wald in öffentliche Hand über. Damit ist der Schutz der Fläche dauerhaft garantiert.
Damit die Tiere und Pflanzen besser wandern können, gibt es einen Plan für sogenannte Waldkorridore. Das sind grüne Verbindungswege, die den Hambacher Wald mit der Steinheide und dem Merzenicher Erbwald verknüpfen. Der Merzenicher Erbwald selbst wird zudem als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Trotz des strengen Schutzes sollen Menschen die Natur weiterhin erleben können. Dafür bleibt die Rad- und Fußwegeverbindung „Hambach LOOP“ im Plan. Im Hambacher Wald wird diese Verbindung auf der Strecke der alten A4 verlaufen.
Auch die RWE Power AG ist mit dem Plan einverstanden. Das Unternehmen will den Forst in öffentliche Hand übergeben. Gleichzeitig geht es nun weiter mit der Rekultivierung des Tagebaus und der Entstehung des Hambacher Sees.
Die jetzige Erklärung ist ein erster großer Schritt. Bis Ende 2026 müssen die Details nun noch genau ausgearbeitet werden. Am Ende soll ein verbindlicher Vertrag stehen, der alles rechtlich absichert.
Quelle: Kerpen – zur Originalmeldung