Hallenberg wird heißer: Hitze wird zum Problem
In Hallenberg (Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen) war es früher meist angenehm kühl. Doch das ändert sich. Eine Bachelorarbeit, die im letzten Jahr mit der Stadt erstellt wurde, zeigt einen klaren Trend: Die heißen Tage nehmen zu. Zwischen 1961 und 1990 gab es im Schnitt nur vier Tage pro Jahr mit mindestens 30 Grad. Von 1991 bis 2020 waren es schon mehr als acht. In den nächsten Jahrzehnten könnten es sogar 15 bis über 20 heiße Tage werden.
Das ist gefährlich, weil die Hitze den Körper stark belastet. Besonders ältere Menschen, kleine Kinder und Schwangere sind in Gefahr. In Hallenberg ist das ein großes Thema, da fast jeder vierte Einwohner älter als 65 Jahre ist. Die Stadt bittet deshalb darum, aufeinander aufzupassen. Ein kurzer Anruf oder ein Besuch bei älteren Nachbarn kann im Ernstfall helfen, gesundheitliche Probleme wie Kreislaufstörungen oder einen Hitzeschlag rechtzeitig zu bemerken.
Um die Hitze besser zu überstehen, gibt es einfache Regeln: Viel Wasser trinken, auch wenn man keinen Durst hat. Die Wohnung sollte nachts oder früh am Morgen gelüftet werden, tagsüber bleiben Fenster und Rollläden zu. Wer rausgeht, sollte helle Kleidung tragen und die pralle Mittagssonne meiden. Die Natur rund um Hallenberg mit ihren Wäldern und Bächen bietet hier einen guten Rückzugsort, da es im Schatten deutlich kühler ist. Auch Kirchen bieten oft eine kühle Abkühlung.
Die Stadt muss sich nun gesetzlich anpassen. Ein neues Klimaanpassungsgesetz verpflichtet die Kommunen dazu, Pläne gegen die Folgen des Klimawandels zu entwickeln. Hallenberg will deshalb die grüne Infrastruktur stärken und die Stadtentwicklung so anpassen, dass die Menschen besser vor der Hitze geschützt sind. Für die aktuelle Zeit empfiehlt die Stadt, die Warnungen des Deutschen Wetterdienstes im Auge zu behalten.
Quelle: Hallenberg – zur Originalmeldung