Halle pflanzt neuen Bürgerwald mit Hilfe von Anwohnern
In Halle (Westf., Kreis Gütersloh) wird ein neues Waldstück geschaffen. Es ist die größte Aufforstung im Stadtgebiet seit vielen Jahren. Damit das Projekt gelingt, holt die Stadt die Bürger mit ins Boot. Am Samstag, den 7. November, können rund 70 freiwillige Helfer mit anpacken und selbst Bäume pflanzen.
Auf einer Fläche von etwa 3.500 Quadratmetern sollen insgesamt 1.600 Gehölze in die Erde kommen. Geplant ist ein Laubmischwald, der aus sechs verschiedenen Baumarten besteht. Damit die Natur einen guten Übergang hat, wird zusätzlich ein rund 2.500 Quadratmeter großer Waldrand mit zehn heimischen Strauch- und Gehölzarten angelegt. Das Ziel ist ein Wald, der stabil gegen den Klimawandel ist und vielen Tieren und Pflanzen ein Zuhause bietet.
Der Ablauf ist einfach: Die Abteilung für Umwelt und Klimaschutz sowie der städtische Bauhof bereiten alles vor. Die Pflanzlöcher werden gegraben und die jungen Bäume passend zur Planung bereitgestellt. Die Helfer müssen keine Profis sein, sie bekommen vor Ort eine fachliche Anleitung. Treffpunkt ist um 9 Uhr am städtischen Bauhof, von wo aus es zur Fläche geht. Gegen 13 Uhr ist die Aktion beendet. Wer mitmachen will, sollte Spaten, Arbeitshandschuhe, feste Schuhe und wetterfeste Kleidung mitbringen. Als Belohnung gibt es am Ende eine warme Suppe und Heißgetränke am Bauhof.
Da die Plätze begrenzt sind, müssen sich Interessierte online anmelden. Wer nicht mit anpacken kann, kann das Projekt trotzdem unterstützen: Bis zum 30. September sind noch Geldspenden möglich. Um an das Projekt zu erinnern, wird am Wald ein Informationsschild aufgestellt, auf dem die Unterstützer gewürdigt werden.
Felix Hüttl von der Stadt betont, dass ein Wald Zeit braucht. Es wird etwa zwanzig bis fünfundzwanzig Jahre dauern, bis aus den Setzlingen ein richtiger Wald geworden ist. Die Stadt möchte mit der Aktion zeigen, dass Klimaschutz am besten funktioniert, wenn viele Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen.