Hagen-Wehringhausen: Jugendlicher täuscht Mord und Schüsse vor
Am Sonntagabend gegen 19.15 Uhr ging bei der Polizei ein erschreckender Anruf ein. Ein Mann behauptete, er habe in einem Wohnhaus in der Grünstraße in Wehringhausen (Hagen, Nordrhein-Westfalen) eine Person getötet. Damit nicht genug: Er drohte den Beamten, auf sie zu schießen, sollten sie sich dem Haus nähern.
Die Polizei reagierte sofort. Zahlreiche Streifen fuhren in den Stadtteil und sperrten die Straßen rund um das Haus komplett ab, um die Anwohner und die Beamten zu schützen. In dem Gebäude suchten die Polizisten nach Opfern oder dem Täter. Dabei stellte sich jedoch schnell heraus, dass alles ein Fake war. Es gab weder ein Opfer noch eine Straftat in dem Haus.
Der Anrufer hatte die Polizei geschickt getäuscht. Er gab die Personalien eines Bewohners an, der gar nichts mit der Sache zu tun hatte. Um den Betrug perfekt zu machen, manipulierte er die Technik so, dass der Anruf scheinbar direkt von der Telefonnummer des Bewohners kam.
Die Kriminalpolizei konnte den Spuren jedoch folgen. Sie fanden einen Jugendlichen aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis. Der Junge ist den Beamten bereits bekannt, da er schon früher ähnliche Streiche gespielt hat.
Jetzt muss der Jugendliche mit harten Konsequenzen rechnen. Die Polizei ermittelt gegen ihn wegen des Missbrauchs von Notrufen, der Störung des öffentlichen Friedens und weil er eine Straftat vorgetäuscht hat. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.