Hagen-Mittelstadt: Bus schiebt Autos ineinander
Es war Samstagnachmittag, gegen 16:20 Uhr, als eine 61-jährige Busfahrerin in Hagen-Mittelstadt (Nordrhein-Westfalen) von der Hochstraße in die Kampstraße abbiegen wollte. Die Situation war schwierig, denn eine Baustelle und ein falsch geparkter Kleintransporter auf dem Gehweg versperrten den Weg. Dabei touchierte der Bus einen entgegenkommenden Opel.
Zuerst schien die Sache harmlos. Die Busfahrerin und der Opel-Fahrer stiegen aus und schauten sich die Schäden an. Beide einigten sich darauf, die Polizei nicht zu rufen, und die Fahrerin setzte ihre Fahrt fort.
Doch beim Anfahren passierte das Unglück. Die Frau rutschte laut eigenen Angaben von der Bremse und verlor die Kontrolle über den Bus. Das schwere Fahrzeug raste auf den Gehweg der Kampstraße, erfasste dort einen 74-jährigen Fußgänger und prallte dann gegen den falsch geparkten Transporter. Durch den Aufprall schob der Bus den Transporter und fünf weitere Autos, die am rechten Straßenrand standen, ineinander.
Das Chaos zog eine 59-jährige Rollstuhlfahrerin mit hinein, die von einem der geschobenen Autos touchiert wurde und einen Schock erlitt. Im Inneren des Busses stürzte zudem ein 43-jähriger Fahrgast. Schließlich kam der Bus an einer Hauswand zum Stehen.
Die Retter brachten die Busfahrerin, den Fußgänger und die Rollstuhlfahrerin in umliegende Krankenhäuser. Alle Beteiligten hatten sich leicht verletzt. Der gestürzte Fahrgast brauchte keine ärztliche Hilfe. Die Kampstraße blieb für die Unfallaufnahme gesperrt, während mehrere Autos abgeschleppt werden mussten.
Die Polizei prüfte die Busfahrerin vor Ort. Sie hatte weder Alkohol noch Drogen im Blut. Ob und inwieweit sich die Fahrerin strafbar gemacht hat, klärt nun das Verkehrskommissariat. Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.