Hagen: 100-Jährige erkennt Telefonbetrug rechtzeitig
Am Donnerstagnachmittag klingelte es bei einer 100-jährigen Frau in Hagen (Nordrhein-Westfalen). Am Telefon meldete sich eine Frau, die vorgab, ihre Tochter zu sein. Kurz darauf übernahm eine weitere Frau das Gespräch. Diese gab sich als Staatsanwältin aus und sprach einwandfreies Deutsch.
Die vermeintliche Staatsanwältin behauptete, die Tochter der Seniorin habe einen Verkehrsunfall verursacht. Um die Situation zu regeln, müsse die Frau nun 50.000 Euro als Kaution zahlen. Anstatt weitere Details zu nennen, fragte die Anruferin die 100-Jährige direkt nach ihren Ersparnissen.
Die Seniorin blieb jedoch wachsam. Nach einem kurzen Gespräch merkte sie, dass die Geschichte nicht stimmte. Sie erkannte den Betrugsversuch und legte rechtzeitig auf, bevor die Täterinnen Erfolg hatten.
Die Polizei nahm den Vorfall ernst und gab der Frau sowie ihren Verwandten wichtige Tipps für die Zukunft. Die Beamten warnen davor, Fremden am Telefon oder an der Haustür sensible Daten zu geben. Bei verdächtigen Anrufen soll man sofort auflegen und entweder die Angehörigen oder die Polizei unter der 110 kontaktieren.
Die Ermittlungen dauern an.