Hagen-Hohenlimburg: Betrunkene Autofahrerin lügt Polizei an
Es war Donnerstagabend gegen 18.50 Uhr in Hagen-Hohenlimburg (Nordrhein-Westfalen). Eine 50-jährige Frau wollte mit ihrem VW Golf Plus in der Straße „Im Sonnenwinkel“ auf einem Grundstück wenden. Dabei setzte sie den Wagen rückwärts zurück und knallte gegen den VW Golf einer 22-Jährigen. An den Autos entstand leichter Sachschaden.
Als die Polizei eintraf, um den Unfall aufzunehmen, begann ein seltsames Spiel. Der 55-jährige Ehemann der Frau behauptete gegenüber den Beamten, er sei der Fahrer gewesen und habe den Unfall verursacht. Die 50-Jährige verhielt sich jedoch merkwürdig. Sie mied den Blickkontakt zu den Polizisten und zeigte sich unkooperativ.
Dann kam die Wende: Die 22-jährige Unfallgegnerin stellte klar, dass nicht der Ehemann am Steuer gesessen hatte, sondern die Frau. Die Polizisten konfrontierten das Paar mit diesem Widerspruch, woraufhin die beiden die Lüge zugaben.
Bei der Befragung bemerkten die Beamten, dass die Frau nach Alkohol roch. Ein freiwilliger Test ergab einen Wert von 2,4 Promille. Zudem stellte sich heraus, dass die Frau gar keinen gültigen Führerschein besaß. Die Polizei ließ daraufhin eine ärztliche Blutprobe nehmen.
Die Polizei hat nun ein Ermittlungsverfahren gegen die 50-Jährige eingeleitet. Ob und inwieweit sie sich strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.