Gütersloh und Steinhagen: Betrüger lockten Seniorinnen mit Schockanrufen
Am Mittwoch kam es in Gütersloh (Nordrhein-Westfalen) und Steinhagen zu zwei Betrugsfällen mit der gleichen Masche. In beiden Fällen riefen Männer bei Seniorinnen an und gaben vor, Beamte zu sein. Sie erzählten den Frauen am Telefon, dass nahe Verwandte schwere Verkehrsunfälle verursacht hätten. Um eine Haftstrafe zu verhindern, forderten die Betrüger eine Kaution.
Der erste Vorfall passierte in Gütersloh zwischen 11.15 Uhr und 12.50 Uhr. Eine Seniorin glaubte den Anrufern und übergab Bargeld sowie Schmuck an einen jungen Mann. Der Verdächtige war etwa 20 Jahre alt, schlank und hatte dunkle Haare und ein schmales Gesicht. Er trug eine Jeans, ein T-Shirt und eine Zip-Jacke. Die Übergabe fand an der Diekstraße, Kolpingstraße, Ludwigstraße und Cecilienstraße statt.
Nur wenige Stunden später, zwischen 15.25 Uhr und 16.00 Uhr, wurde eine weitere Frau in Steinhagen auf die gleiche Weise geschockt. Auch sie gab Geld und Schmuck an einen Abholer weiter. Dieser Mann war etwa 45 Jahre alt, rund 170 Zentimeter groß, schlank und hatte braune Haare. Er trug ein rot-braun gemustertes Hemd und eine Jeans. Er wurde im Bereich des Jückermühlenwegs, der Patthorster Straße, der Swinemünder Straße und der Stralsunder Straße gesehen.
Die Polizei warnt nun eindringlich vor solchen Anrufen. Echte Beamte fragen am Telefon niemals nach Geld oder Wertsachen. Wer einen solchen Anruf bekommt, soll das Gespräch sofort beenden und sich nicht unter Druck setzen lassen. Im Zweifel hilft ein Anruf bei der Polizei über die offizielle Nummer.
Die Ermittler prüfen nun, ob die beiden Fälle zusammenhängen. Die Ermittlungen dauern an.