Gütersloh plant große Aufwertung des Bahnhofsviertels
In Gütersloh (Nordrhein-Westfalen) könnte das Bahnhofsviertel bald ein neues Gesicht bekommen. Die Stadt prüft derzeit, ob das Bahnhofsgebäude saniert und neu belebt wird. Das Land Nordrhein-Westfalen und die Deutsche Bahn haben der Stadt bei der Initiative „Schöner Ankommen in NRW“ eine gemeinsame Entwicklung vorgeschlagen.
Damit die Sanierung klappt, müssen die leerstehenden Flächen im Bahnhof sinnvoll genutzt werden. Eine Idee der Stadt ist es, dort einen Ort für Bildung und Begegnung zu schaffen. Konkret wird überlegt, ob die Musikschule für den Kreis Gütersloh e.V. dorthin ziehen könnte. Wenn die Finanzierung steht und die Politik zustimmt, könnten die Arbeiten an dem Gebäude in den Jahren 2031 und 2032 stattfinden.
Neben dem Bahnhofsgebäude gibt es noch weitere Pläne für die Umgebung. Auf dem alten Postareal baut ein privater Bauherr das neue Bahnhofsquartier. Dort entstehen Wohnungen, Gastronomie sowie Angebote für Bildung und Dienstleistungen. Ein öffentliches Parkhaus und ein neuer Eingang am Willy-Brandt-Platz sind ebenfalls geplant. Der passende Bebauungsplan wird gerade erstellt.
Auch der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) und die Tiefgarage sollen erneuert werden. Am ZOB sind neue Wege, bessere Haltestellen und moderne Wartebereiche vorgesehen. Die Umsetzung könnte zwischen Ende 2028 und Anfang 2030 passieren, während die Busse weiter fahren. In der Tiefgarage „Am Bahnhof / ZOB“ sollen die Stellplätze größer und die Flächen heller werden. Ein neuer Aufzug am Treppenhaus beim Ärztehaus und der Apotheke soll den Zugang erleichtern. Diese Arbeiten könnten bis Ende 2028 fertig sein.
Zuletzt soll der Willy-Brandt-Platz aufgewertet werden. Die Stadt plant eine bessere Beleuchtung, neue Sitzplätze und sicherere Wege für Fußgänger und Radfahrer. Zudem soll ein vermutlich zweistöckiges Fahrradparkhaus gebaut werden. Die Planung hierfür könnte Anfang 2028 starten, die Umsetzung wäre zwischen 2030 und 2032 denkbar.
Ob alle diese Projekte wirklich so umgesetzt werden, hängt von den politischen Beschlüssen, dem städtischen Haushalt und den verfügbaren Fördermitteln ab. Die Ermittlungen zur Finanzierung dauern an.
Quelle: Gütersloh – zur Originalmeldung