Gudensberg (Schwalm-Eder-Kreis, Hessen) wirtschaftet finanziell sehr solide
Die Stadtverwaltung in Gudensberg (Schwalm-Eder-Kreis, Hessen) kann aufatmen. Der Hessische Rechnungshof hat die Haushaltsführung genau unter die Lupe genommen und die Stadt gelobt. Für den Vergleich wurden 16 ähnliche Kommunen herangezogen. Das Ergebnis zeigt, dass Gudensberg finanziell auf einem sicheren Fundament steht, während viele andere Städte mit Geldnot kämpfen.
Besonders deutlich wird der Unterschied bei den Schulden. Pro Einwohner ist die Stadt nur 173 Euro verschuldet. Im Durchschnitt liegt dieser Wert bei vergleichbaren Kommunen bei 1.663 Euro. Kredite für Investitionen werden schnell zurückgezahlt. Dadurch muss die Stadt weniger Zinsen an die Banken zahlen und kann das Geld direkt in Projekte vor Ort stecken.
Bürgermeisterin Sina Massow erklärt, dass die Stadt ein eigenes Team für Fördermittel aufgebaut hat. Dadurch weiß die Verwaltung genau, wo sie Geld vom Land oder Bund bekommen kann. Dieses Wissen hilft dabei, Projekte umzusetzen, ohne ständig neue Kredite aufnehmen zu müssen.
Ein großer Teil des Geldes fließt in die Kinderbetreuung. Die Stadt hat sich bewusst dazu entschieden, in den Kitas mehr Personal einzustellen, als es das Gesetz eigentlich vorschreibt. Das sorgt für eine bessere Betreuung der Kinder und gibt den Erziehern sichere Arbeitsplätze. Zudem können das ganze Jahr über neue Kinder aufgenommen werden, was besonders für Eltern hilft, die nach der Elternzeit wieder arbeiten gehen wollen.
Auch bei den Steuern fährt die Stadt eine faire Linie. Im Jahr 2024 lagen die Hebesätze für die Grundsteuer A und B bei jeweils 450 Prozent. Der Rechnungshof hat ausgerechnet, dass Gudensberg theoretisch 2,5 Millionen Euro mehr einnehmen könnte, wenn die Stadt die höchsten Steuersätze der Vergleichsgruppe nehmen würde. Die Stadt verzichtet aber bewusst auf diese Einnahmen und nutzt Steuererhöhungen nicht, um Löcher im Haushalt zu stopfen.
Die Prüfung zeigt somit, dass die Bürger moderate Steuern zahlen, aber dafür eine gute Infrastruktur und eine hochwertige Betreuung für ihre Kinder erhalten.
Quelle: Gudensberg – zur Originalmeldung