Gudensberg schafft Hundemarken ab und plant Lärmschutz
Für Hundebesitzer in Gudensberg (Schwalm-Eder-Kreis, Nordhessen) wird es einfacher. Die Stadt schafft die Hundesteuermarken ab. Ab dem 1. Oktober 2026 gibt es keine Marken mehr. Damit fallen auch die lästigen Pflichten weg, wenn man eine Marke verliert oder eine neue braucht. Wer einen Hund bekommt, muss das Tier innerhalb eines Monats bei der Stadt anmelden. Die Steuer muss dann einmal im Jahr bezahlt werden. Diese neuen Zahlungsregeln gelten ab dem 1. Januar 2027. Die Stadt prüft in Zukunft einfach über die Steuerdaten, ob alle Hunde ordnungsgemäß angemeldet sind.
Auch beim Lärmschutz an der A49 gibt es Neuigkeiten. Die Stadt will prüfen, ob spezielle Lärmschutzwände helfen, die gleichzeitig Strom durch Photovoltaik erzeugen. Gudensberg möchte sich dafür als Modellkommune für ein Pilotprojekt bewerben. Besonders die Kernstadt sowie Dissen und Dorla leiden unter dem Verkehrslärm und sollen in die Prüfung einbezogen werden. Der Magistrat soll nun Gespräche mit der Autobahn GmbH, Anwohnern und Fachleuten führen und nach Fördermitteln suchen.
Wie diese Anlagen an der Autobahn später aussehen, können sich die Bürger bald ansehen. Am 31. August 2026 gibt es eine Informationsveranstaltung. Dort werden Bilder und Animationen gezeigt, damit man sieht, wie groß die Anlage ist und wie sie das Landschaftsbild verändert.
In Dissen geht es beim Gebiet „Beim Posthof“ weiter. Die Stadt will den Standort der Firma Doppelstein rechtlich absichern und die Kreuzung zur B 254 sicherer machen. Die Entwürfe für den Bebauungsplan werden öffentlich ausgelegt. Bürger und Behörden können die Pläne prüfen und ihre Meinung dazu sagen. Die Kosten für die Planung übernimmt die Firma Doppelstein.
Einige gute Nachrichten gibt es auch für die Stadtteile. Für die Planung von Außenflächen und ein Gründach beim DGH Dorla gibt es eine Förderung von 9.156 Euro. Zudem können Vereine und private Initiativen für kleine Projekte bis zu 3.000 Euro beantragen. Insgesamt stehen dafür bis zum 1. Oktober 2027 12.000 Euro bereit. Die Anträge können online auf der Webseite der Stadt gestellt werden.
Finanziell steht Gudensberg gut da. Der Hessische Rechnungshof hat die Finanzen positiv bewertet, da die Stadt weniger Schulden hat als vergleichbare Kommunen. Die Jahresabschlüsse für 2023 und 2024 wurden ohne Beanstandungen bestätigt. In beiden Jahren gab es einen Überschuss von über 810.000 Euro, was vor allem an Einsparungen beim Personal und bei den Sachkosten lag. Der Haushalt für 2026 läuft bisher nach Plan, auch wenn einige Bauprojekte verzögert sind.
Weitere Entscheidungen: Die Baumschutzsatzung wird zum 1. Oktober 2026 aufgehoben. Für das Jahr 2027 sind keine neuen Stellen bei der Stadt geplant. Zudem tritt die Gemeinde Guxhagen zum 1. Januar 2027 dem gemeinsamen Zusammenschluss zur Kontrolle von Gefahrgut bei. In der Versammlung wurden außerdem neue Vertreter für den Wasserzweckverband gewählt.
Quelle: Gudensberg – zur Originalmeldung