Großrazzia gegen Geldwäsche-Verdacht in Dithmarschen
Am Dienstag, den 18. August 2026, starteten Ermittler des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein und weitere Polizisten eine große Aktion. Unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Itzehoe suchten sie insgesamt 17 Gebäude ab. Die Durchsuchungen fanden in Heide, Meldorf, Fedderingen und Marne (Kreis Dithmarschen) sowie in Brokdorf (Kreis Steinburg) statt.
Insgesamt fünf Beschuldigte standen im Visier der Beamten. Auch bei Zeugen suchten die Polizisten nach Beweisen. Im Zentrum der Ermittlungen steht eine arabische Großfamilie aus Heide und Leute aus deren Umfeld.
Die Ermittler vermuten, dass hier massiv Geld gewaschen wurde. Einer der Beschuldigten soll Baugrundstücke und Häuser gekauft oder gebaut haben. Das Geld dafür stammte wohl aus Straftaten. Um das zu vertuschen, sollen Scheinrechnungen geschrieben worden sein. Damit wollte man vermutlich Schwarzarbeit oder Materialkäufe verstecken und so verschleiern, wo das Geld eigentlich herkam.
Die Polizei wollte bei den Razzien vor allem Beweise für die Finanzwege finden. Gleichzeitig hat der Staat bereits zugeschlagen, um das Geld zu sichern. Vier Immobilien in Heide und Lunden wurden beschlagnahmt. Diese Häuser haben einen geschätzten Wert von etwa 2,2 Millionen Euro. Außerdem wurden Vermögenswerte in Höhe von rund 195.000 Euro eingefroren.
Ob und inwieweit sich die Beschuldigten strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Landeskriminalamt Schleswig-Holstein – zur Originalmeldung