Kiel: Zoll findet Kilo Amphetamin im Auto
Es war Mitternacht, als Zöllner des Hauptzollamtes Kiel auf der Bundesstraße 404 eine Kontrolle durchführten. Dabei hielten sie einen Pkw an und leiteten den Wagen in einen ruhigen Bereich, um ihn genauer zu untersuchen.
Im Auto saß ein 60-jähriger Deutscher allein. Er erzählte den Beamten, dass er aus Lübeck (Schleswig-Holstein) komme und in Kiel einen Freund besuchen wolle. Das Auto habe er sich von einem anderen Bekannten geliehen.
Doch bei der Durchsuchung des Wagens stießen die Zöllner auf einen Fund: In der Mittelarmlehne der Rücksitzbank war ein verschlossener, blauer Stoffbeutel versteckt. Darin befand sich ein vakuumierter Plastikbeutel mit einer weißen Substanz. Der Fahrer gab auf Nachfrage selbst zu, dass es sich dabei um Amphetamin handelt. Ein Drogenwischtest bestätigte den Verdacht später.
Die Beamten nahmen die Drogen sicher und nahmen den Fahrer vorläufig fest. Er wurde anschließend an die Polizei übergeben. Die Ermittler vom Kommissariat 17 der Bezirkskriminalinspektion Kiel konnten daraufhin auch den Mann ausfindig machen, der die Drogen vermutlich abnehmen wollte.
Beide Männer kamen vor das Amtsgericht Kiel. Die Staatsanwaltschaft beantragte Untersuchungshaft, und das Gericht erließ die entsprechenden Haftbefehle. Jetzt sitzen beide Männer in Untersuchungshaft.
Die Polizei Kiel ermittelt im Auftrag der Staatsanwaltschaft weiter. Ob und inwieweit sich die beiden Männer strafbar gemacht haben, wird nun rechtlich geklärt. Es gilt die Unschuldsvermutung.