Großmoor: ICE mit 500 Fahrgästen wegen Brandalarm gestoppt
Am Abend des 27. August ging bei der Feuerwehr um 18:52 Uhr ein Notruf ein. Ein ICE, in dem etwa 500 Menschen saßen, hatte Probleme. Die Brandmeldeanlage an der Stromverteilung hatte ausgelöst. Der Zug kam deshalb auf offener Strecke zwischen Celle und Großburgwedel im Bereich Dasselsbruch zum Stehen. Das passierte etwa acht Kilometer vor dem Celler Hauptbahnhof.
Kurz darauf trafen die ersten Retter ein. Sie untersuchten den Zug genau und nutzten dabei eine Wärmebildkamera, um versteckte Glutnester zu finden. Am Ende stellte sich heraus: Es gab kein echtes Feuer und auch keine Schäden. Trotzdem war es zu gefährlich, den Zug sofort wieder normal fahren zu lassen.
Die Verantwortlichen wollten vermeiden, dass die 500 Fahrgäste mitten auf der Strecke aussteigen und evakuiert werden müssen. Deshalb sprachen sich die Feuerwehr und die Deutsche Bahn eng ab, um eine Lösung zu finden. Während die Gespräche liefen, kümmerten sich das Zugpersonal, die Feuerwehr und der Rettungsdienst um die Passagiere. Soldaten der Bundeswehr, die ebenfalls im Zug waren, verteilten Getränke an die wartenden Menschen.
Schließlich gelang es, die sogenannte Traktionssperre des Zuges zu lösen. Die Feuerwehr begleitete den ICE dann langsam bis zum Hauptbahnhof in Celle. Dort versorgten das Deutsche Rote Kreuz und der Malteser Hilfsdienst die Reisenden erneut mit Getränken, bevor sie in einen Ersatzzug stiegen und ihre Fahrt fortsetzten.
Insgesamt waren etwa 130 Leute von verschiedenen Feuerwehren im Einsatz, darunter die Trupps aus Großmoor (Landkreis Celle, Niedersachsen), Adelheidsdorf, Nienhagen, Westercelle und der Celle-Hauptwache. Auch Einheiten aus Burgwedel halfen mit. Zudem waren der Rettungsdienst des Landkreises Celle, das Ordnungsamt von Burgwedel, das Notfallmanagement der Bahn sowie die Bundes- und Landespolizei mit rund 30 Leuten vor Ort. Gegen 21:30 Uhr war der Einsatz beendet. Verletzte gab es nicht.
Die Ermittlungen zur genauen Ursache des Fehlalarms dauern an.
Quelle: Feuerwehr Samtgemeinde Wathlingen – zur Originalmeldung