Südheide: Werkfeuerwehr Rheinmetall bekommt neues Panzer-Löschfahrzeug
Die Werkfeuerwehr von Rheinmetall hat Verstärkung bekommen. Vor kurzem wurde dort das zweite geschützte Großtanklöschfahrzeug (GTLF) in Betrieb genommen. Um das neue Gerät vorzustellen, lud der Leiter der Werkfeuerwehr, Thomas Schlicht, Vertreter der Gemeindefeuerwehr Südheide (Niedersachsen) ein. Gemeindebrandmeister Henning Sander sowie die Presseverantwortlichen Daniel Schulz und Tim Rißmann besichtigten dabei die neue Feuerwache und das neue Fahrzeug.
Das Löschfahrzeug trägt den Funknamen „Barbara 7“ und ist ein echtes Schwergewicht. Es basiert auf einem MAN HX 77 8x8 und wiegt maximal 37.248 Kilogramm. Mit 440 PS und einem Allradantrieb kommt der Wagen in fast jedes Gelände. Besonders ist die Technik: Das Fahrzeug hat einen Tank mit 13.000 Litern Wasser, eine ferngesteuerte Pumpe und ein Kamerasystem. Zudem ist es in einer speziellen Tarnlackierung gehalten. Den gesamten Aufbau hat die Firma Rheinmetall selbst entwickelt und gebaut.
Der wichtigste Punkt ist jedoch die Sicherheit der Feuerwehrleute. Das Fahrzeug besitzt einen Kabinenschutz der Klasse 3 und eine Selbstschutzanlage. Das bedeutet, dass die drei Besatzungsmitglieder auch bei gefährlichen Einsätzen im Wagen bleiben können. Sie sind dort ballistisch geschützt und können die Löscharbeiten sicher von innen aus steuern.
Dieses spezielle Fahrzeug soll nicht nur im Werk helfen. Wenn der Gemeindebrandmeister es anfordert, kann das GTLF auch in der Gemeinde Südheide eingesetzt werden. Besonders wichtig ist das für das Waldgebiet an der Bahnstrecke Richtung Eschede, das etwa fünf Kilometer entfernt liegt. Dort befand sich früher ein Marinesperrzeugamt. Da der Boden aus dem Zweiten Weltkrieg noch stark mit Munition belastet ist, besteht dort ein hohes Risiko für die Einsatzkräfte. Mit dem geschützten Fahrzeug kann die Feuerwehr dort sicherer arbeiten.
Quelle: Freiwillige Feuerwehr Südheide – zur Originalmeldung