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Große Verkehrskontrolle in Schleswig mit kuriosen Vorfällen

Die Polizei hat in Schleswig eine große Kontrollaktion durchgeführt. Dabei kam es zu einer halsbrecherischen Flucht und zahlreichen Verstößen.

Am Mittwoch (02.09.2026) war die Polizei in Schleswig (Kreis Schleswig-Flensburg, Schleswig-Holstein) im Dauereinsatz. Vier Streifenwagen, darunter ein Zivilfahrzeug, kontrollierten den Verkehr an zwei verschiedenen Stellen. Zuerst ging es am Vormittag von 09.30 Uhr bis 11.30 Uhr am Stadtfeld los, später dann am Nachmittag zwischen 13.30 Uhr und 15.30 Uhr am Gottorfer Damm.

Besonders auffällig waren zwei Rollerfahrer. Beide hatten nur eine Mofa-Prüfbescheinigung und durften eigentlich maximal 25 km/h fahren. Auf dem Prüfstand der Polizei kam jedoch die Wahrheit ans Licht: Die Roller rasten mit etwa 85 km/h und 96 km/h über den Asphalt.

Ein 52-jähriger Autofahrer sorgte für zusätzlichen Ärger. Er hatte keinen Führerschein und wurde deshalb zunächst aus dem Verkehr gezogen. Sein Bruder nahm den Autoschlüssel für ihn mit. Doch kaum 20 Minuten später passierte das Unglaubliche: Der Mann fuhr erneut als Fahrer an der Kontrollstelle vorbei. Er ignorierte die Stopp-Zeichen der Beamten und flüchtete. Die Polizei suchte ihn, doch zunächst blieb er verschwunden. Erst wenige Minuten später fanden die Beamten ihn auf einem Tankstellengelände in der Nähe. Er versuchte noch einmal zu flüchten, musste aber wegen des Verkehrs anhalten. Damit die Polizei sicher sein konnte, dass er nicht noch einmal losfährt, wurde ihm der Schlüssel diesmal weggenommen.

Die Bilanz der Kontrollen ist lang. Fünf Menschen hatten Drogen im Blut: Vier Fahrer hatten Cannabis konsumiert, bei einem Mann wurden neben Cannabis auch Amphetamine gefunden. Bei allen wurden Blutproben genommen und die Weiterfahrt untersagt. Acht Menschen fuhren ohne gültigen Führerschein, wobei einer sogar einen komplett gefälschten ukrainischen Führerschein vorlegte.

Zudem gab es viele andere Verstöße. Vier Autos hatten keine ordnungsgemäße Versicherung, vier Fahrer trugen keinen Gurt und bei vier Fahrzeugen war die Ladung nicht richtig gesichert. Drei Autos waren illegal getunt und zwei Fahrer nutzten während der Fahrt ihr Handy. Ein Fall von Steuerhinterziehung landete beim Zoll, wobei die ausländischen Kennzeichen sichergestellt wurden.

Ob und inwieweit sich die Fahrer strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Polizeidirektion Flensburg – zur Originalmeldung

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