Großbrand in Kriftel: 160 Einsatzkräfte kämpfen gegen Flammen
Am Dienstag, den 28. Juli, ging in Kriftel (Main-Taunus-Kreis, Hessen) gegen 8.47 Uhr der Alarm los. In einem Möbel- und Einrichtungshaus in der Gutenbergstraße hatte die Brandmeldeanlage ausgelöst. Als die ersten Feuerwehrleute eintrafen, stieg bereits massiver Rauch auf. Die Lage war ernst, deshalb wurden schnell alle Feuerwehren aus dem Main-Taunus-Kreis und verschiedene Hilfsorganisationen dazugeholt.
Insgesamt 160 Einsatzkräfte kämpften zeitgleich über 25 Stunden lang gegen das Feuer in einer Lagerhalle des Fachmarktzentrums. Die Arbeit war extrem hart. In der Halle lag viel Material, das leicht brannte, zudem waren die Hitze und der dichte Rauch kaum zu ertragen. Das Feuer fraß sich in die Fassade und die Dachkonstruktion. Um an die Glutnester heranzukommen, mussten die Ortsverbände des THW aus Groß-Gerau und Hofheim Teile des Daches aufbrechen und Fassadenelemente mit schwerem Gerät entfernen.
Unterstützt wurden die Helfer durch mehrere Drehleitern, ein spezielles Löschfahrzeug der Berufsfeuerwehr Frankfurt und Drohnen, die aus der Luft die Lage prüften. Auch die Werksfeuerwehr der Firma Infraserv Höchst half mit einem Teleskoplöschfahrzeug. Während die Feuerwehr löschte, sorgte das Deutsche Rote Kreuz aus Kriftel, Hattersheim und Okriftel/Eddersheim für die Verpflegung. Die Polizei und das Ordnungsamt sicherten die Stelle ab. Die Feuerwehr Sulzbach hielt noch bis Mittwochmorgen Brandwache, bevor der Einsatz nach einer Besprechung mit der Polizei und den Kreisbrandmeistern offiziell beendet wurde.
Doch die Ruhe währte nicht lange. Am Donnerstagnachmittag mussten die Einsatzkräfte erneut ausrücken. Wegen der hohen Temperaturen und des Windes war eine Bitumenschicht zwischen den Dämmplatten wieder in Brand geraten. Rauch stieg erneut auf. Mit Wärmebildkameras von Drohnen suchten die Retter die Glutnester. Das THW öffnete wieder die Dachhaut, und die Feuerwehr löschte die Stellen über zwei Drehleitern. Bis gegen 23 Uhr waren rund 80 Leute von Feuerwehr, THW, DRK und Polizei im Einsatz.
Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Die Ermittlungen zur genauen Brandursache dauern an.
Quelle: Kriftel – zur Originalmeldung