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Gronau sperrt Haushalt wegen Millionen-Verlust

Die Stadt Gronau muss plötzlich 11,2 Millionen Euro an Gewerbesteuern zurückzahlen. Deshalb streicht die Verwaltung jetzt sofort viele Ausgaben.

In Gronau (Kreis Borken, Nordrhein-Westen) gibt es ein riesiges Finanzloch. Am Dienstag, den 28. Juli 2026, kamen neue Bescheide vom Finanzamt Ahaus in der Stadtverwaltung an. Die Nachricht war ein Schock: Die Stadt muss für die Jahre 2021 bis 2024 insgesamt 11,2 Millionen Euro an Gewerbesteuern zurückzahlen.

Weil dieses Geld plötzlich fehlt, hat der Kämmerer sofort die Notbremse gezogen und eine Haushaltssperre verhängt. Das bedeutet, dass die Stadt bis Ende des Jahres massiv sparen muss. Vor allem Ausgaben für Sachkosten und Dienstleistungen werden gekürzt.

Besonders hart trifft es die freiwilligen Leistungen der Stadt. Diese wurden erst einmal komplett gesperrt. Das könnte Folgen für viele Menschen in der Stadt haben. Vereine, Einrichtungen und Bürger müssen damit rechnen, dass geplante Projekte verschoben werden oder Angebote ganz wegfallen.

Einige Dinge bleiben jedoch sicher. Alle gesetzlichen Pflichten und Verträge werden weiterhin erfüllt. Auch Sozialleistungen, auf die Menschen einen rechtlichen Anspruch haben, werden wie gewohnt ausgezahlt. Wenn es wirklich wichtige Ausnahmen gibt, entscheidet der Bürgermeister im Einzelfall, ob Geld doch fließen darf.

Die Stadt will mit diesen harten Maßnahmen verhindern, dass sie ein offizielles Haushaltssicherungskonzept aufstellen muss. Damit möchte die Verwaltung den finanziellen Schaden so gering wie möglich halten. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.

Quelle: Gronau – zur Originalmeldung

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