Greifswald: Drei Motorradfahrer liefern sich illegales Rennen
Es war kurz nach Mitternacht am Mittwoch, als Polizisten in Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) drei Motorräder bemerkten. Die Fahrer waren auf der Hans-Beimler-Straße unterwegs, fuhren dicht beieinander und waren deutlich zu schnell.
Kurz darauf trafen die Beamten die Gruppe an der Einmündung Anklamer Straße und Karl-Liebknecht-Ring. Die Motoren liefen noch, doch als die Polizei mit dem Streifenwagen näher kam, gaben die drei Männer Vollgas. Sie rasten in Richtung Südbahnhof davon.
Die Polizisten versuchten, die Fliehenden einzuholen. Obwohl sie selbst etwa 110 bis 120 km/h fuhren, verloren sie die Motorräder fast aus den Augen. Die Beamten schätzen, dass die Fahrer zwischen 120 und 140 km/h schnell waren.
Die Jagd führte über die Lomonossowallee bis auf das Gelände einer Tankstelle. Dort konnten die Polizisten die Männer endlich anhalten. Ein 25-Jähriger wehrte sich zunächst und wollte nicht vom Motorrad absteigen, um der Kontrolle zu entgehen. Die anderen beiden Fahrer, ein 20- und ein 24-Jähriger, wurden kurz darauf von einem zweiten Streifenwagen hinter einer Waschanlage gestellt.
Die Folgen für die Fahrer sind hart: Die Polizei nahm den 20- und den 25-Jährigen die Führerscheine weg. Der 24-Jährige hatte sein Dokument gar nicht dabei. Keiner der drei Männer durfte danach noch ein Fahrzeug steuern.
Die Polizei warnt vor solchen Aktionen. Wer solche Rennen in der Stadt fährt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern alle anderen Menschen auf der Straße. Schwere Unfälle seien bei solchen Geschwindigkeiten fast vorprogrammiert.
Jetzt ermittelt die Polizei gegen die drei Männer wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens. Ob und inwieweit sie sich strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Polizeipräsidium Neubrandenburg – zur Originalmeldung