Grafrath bekommt riesige Windkraftanlage auf altem Munitionslager
In Grafrath (Landkreis Fürstenfeldbruck, Bayern) wird es bald deutlich windiger. Das Landratsamt hat am 6. August die Genehmigung für eine neue Windkraftanlage erteilt. Gebaut wird das Ding auf dem Gelände eines ehemaligen Munitionslager-Areals, genauer gesagt auf dem Flurstück 728/1 in der Gemarkung Wildenroth. Die Firma ESB Erneuerbare Energien GmbH ist für das Projekt verantwortlich und wird die Anlage später auch betreiben.
Das geplante Windrad ist ein echtes Schwergewicht. Es handelt sich um den Typ Enercon E-175 EP5 E2. Die Anlage ist gewaltig: Die Nabenhöhe liegt bei 174 Metern, und der Rotor hat einen Durchmesser von 175 Metern. Insgesamt ragt der Turm 261,5 Meter in den Himmel. Mit einer Leistung von 7.000 kW soll das Windrad einen wichtigen Teil zur Stromversorgung in der Region beitragen.
Bevor die Genehmigung kam, haben die Beamten im Landratsamt das Vorhaben genau unter die Lupe genommen. Es gab Prüfungen zur Flugsicherheit und Gutachten zu Lärm, Schattenwurf und der Gefahr von Eisansatz. Besonders wichtig war dabei der Schutz von Natur und Tieren. Erst als alle gesetzlichen Regeln erfüllt waren, wurde der Bescheid unterschrieben. Damit die Anwohner und die Umwelt geschützt bleiben, gibt es für den Bau und den Betrieb strenge Auflagen.
Wer wissen will, was genau geplant ist, kann die Unterlagen bald einsehen. Die Auslegungsfrist beginnt am Montag, 17. August 2026, und geht bis zum 31. August 2026. Die Dokumente stehen dann online auf der Seite des Landratsamtes Fürstenfeldbruck bereit. Wer lieber persönlich reinschauen möchte, kann unter den Telefonnummern 08141 519-7023 oder -7840 einen Termin im Landratsamt (Zimmer A 345) ausmachen.
Das Landratsamt hat angekündigt, dass es den Bau und den späteren Betrieb genau überwachen wird. So soll sichergestellt werden, dass alle Schutzauflagen auch wirklich eingehalten werden.