Goslar weiht neue Infotafel auf Friedhof ein
Auf dem Friedhof Hildesheimer Straße (Goslar, Niedersachsen) gibt es jetzt eine neue Informations-Stele. Die Stadt hat die Tafel pünktlich zum 200. Jubiläum der Begräbnisstätte eingeweiht. Wer dort spazieren geht, findet die Tafel an der Stelle, wo früher das Leichenhaus stand. Von dort aus können Besucher nun besser starten und die Geschichte des Ortes entdecken.
Die Tafel ist mehr als nur ein Schild. Sie enthält einen QR-Code, der direkt zu weiteren Informationen auf der Webseite der Stadt führt. Wer die Goslar-App nutzt und das Programm für die Friedhöfe aktiviert hat, kann dort gezielt nach Gräbern suchen oder die Tour unter dem Namen „Erinnerungskultur“ starten. So wird der historische Ort auch digital erlebbar.
Die Anlage selbst hat eine lange Geschichte. Der Friedhof wurde 1826 angelegt, weil die Kirchhöfe in der Stadt wegen des Bevölkerungswachstums zu klein wurden. Zuerst gab es eine klare Wegeführung nach Plänen der Familie Mühlenpfordt. Anfang des 20. Jahrhunderts baute Paul Freye das Gelände dann zu einem parkähnlichen Ort mit geschwungenen Wegen und alten Bäumen aus.
Damit die Infotafel zustande kam, wurde bereits 2022 im Stadtrat beschlossen. Ein Arbeitskreis aus Politikern, der Stadtverwaltung und Vereinen wie der „Spurensuche Harzregion e. V.“ und dem Geschichtsverein Goslar erarbeitete die Texte und Inhalte. Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner dankte bei der Einweihung allen Helfern und dem Betriebshof Goslar für die Umsetzung.
Die neue Stele macht nun die Bedeutung des Friedhofs als Teil des kulturellen Erbes der Stadt sichtbar. Weitere Details zum Projekt liegen bislang nicht vor.
Quelle: Goslar – zur Originalmeldung