Goslar versetzt Gedenkstein für jüdische Opfer
In Goslar (Landkreis Goslar, Niedersachsen) bekommt ein Gedenkstein für die jüdischen Bürger der Stadt einen neuen Platz. Bisher stand der Stein auf dem jüdischen Friedhof. Nun wird er auf den Jakobikirchhof versetzt. Damit rückt die Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft mitten in die Innenstadt und soll für alle Menschen sichtbarer werden.
Die offizielle Enthüllung findet am Montag, den 7. September, um 17.15 Uhr auf dem Jakobikirchhof statt. Die Veranstaltung ist öffentlich, man muss sich nicht vorher anmelden.
Nach der Enthüllung gibt es einen Stadtrundgang. Die Teilnehmer besuchen verschiedene Orte, an denen früher jüdische Menschen in Goslar gelebt haben. Dabei wird auch erklärt, warum der Gedenkstein nun an seinem neuen Standort steht. Die Führung erinnert zudem an einzelne jüdische Familien und deren Schicksale während der NS-Zeit.
Organisiert wird der Termin von der Stadt Goslar zusammen mit dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen, dem Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte sowie der Spurensuche Harzregion. Die Aktion ist Teil der Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide 2026.
Ein wichtiger Hinweis für die Teilnehmer: Da die Führung auch über den jüdischen Friedhof führt, werden Männer gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen.
Quelle: Goslar – zur Originalmeldung