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Göttingen: Polizei jagt Raser und Handy-Fahrer

Eine Woche lang gab es in Göttingen und Duderstadt massive Verkehrskontrollen. Die Bilanz der Polizei ist hoch: Hunderte Verstöße und mehrere Straftaten.

Vom 10. bis zum 16. August 2026 war die Polizei in Göttingen (Niedersachsen) und Duderstadt besonders wachsam. Insgesamt 32 Beamte waren im Einsatz, um die Straßen sicherer zu machen. Mit dabei waren auch Spezialisten für Tuning-Autos und Poser sowie die Kontrollgruppe GGPV der Polizeiinspektion Göttingen.

Die Beamten suchten gezielt nach den häufigsten Unfallursachen. Sie prüften, ob die Fahrer zu schnell waren, sich durch Handys ablenken ließen oder unter Alkohol- oder Drogeneinfluss standen. Insgesamt kontrollierten die Polizisten 326 Fahrzeuge.

Besonders wichtig war der Zeitraum vom 13. bis 14. August. Da dann die Schulen wieder starteten, konzentrierte sich die Polizei auf die Bereiche rund um die Schulgebäude. Gemeinsam mit der Verkehrsüberwachung des Landkreises wurden dort Geschwindigkeiten gemessen. Ein Fahrer war dabei besonders rücksichtslos: Er raste mit 58 km/h durch eine 30er-Zone.

Die Zahlen am Ende der Woche sind deutlich. Die Polizei stellte 489 Geschwindigkeitsverstöße fest, wovon 105 sofort geahndet wurden. 41 Menschen nutzten während der Fahrt elektronische Geräte, und 66 Fahrer hatten ihren Gurt nicht angelegt.

Neben den Bußgeldern gab es auch schwere Fälle. Die Beamten entdeckten Trunkenheitsfahrten und Menschen, die ohne Führerschein am Steuer saßen. Einige Autos hatten keine gültige Versicherung, und es gab Fälle von Kennzeichenmissbrauch oder Urkundenfälschung. Zudem besteht der Verdacht, dass ein verbotenes Autorennen stattfand. Einmal wurde sogar ein Verstoß gegen das Waffengesetz festgestellt. In 20 Fällen war die Weiterfahrt so gefährlich oder illegal, dass die Polizei sie untersagte. Bei drei Fahrern wurde Blut abgenommen.

Der Einsatzleiter, Polizeikommissar Ruben Wahler vom PK Duderstadt, sieht die Aktion als Erfolg. Die vielen Verstöße beweisen aus seiner Sicht, dass die Kontrollen nötig sind, um die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen. Die Polizei will den Druck auch nach der Aktionswoche hochhalten und weiterhin konsequent gegen gefährliches Fahrverhalten vorgehen.

Ob und inwieweit sich die betroffenen Menschen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Polizeiinspektion Göttingen – zur Originalmeldung

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