Göttingen meldet starken Rückgang bei Fahrraddiebstählen
In Göttingen (Südniedersachsen) werden immer seltener Fahrräder gestohlen. Die Zahlen aus dem ersten Halbjahr 2026 zeigen einen deutlichen Trend nach unten: Es gab weniger als 400 Fälle. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum 2024 waren es noch 1.539 Diebstähle, im Vorjahr 2025 waren es 983.
Auch die Art der Taten hat sich verändert. Früher hatten es die Ermittler oft mit organisierten Gruppen zu tun, die im großen Stil vorgingen. Heute sind es meistens Einzeltäter. Zudem brechen Diebe seltener in Garagen oder Kellerräume ein, um an die Räder zu kommen. Auch Lagerhallen oder Transporter voller gestohlener Fahrräder werden immer seltener entdeckt.
Die Polizei schreibt diesen Erfolg auf eine neue Strategie zurück, die 2025 gestartet wurde. Die Beamten waren öfter auf der Straße präsent und haben verstärkt Kontrollen durchgeführt. So stieg der Druck auf die Diebe. Zudem wurden Videoaufnahmen ausgewertet, DNA-Spuren gesichert und GPS-Tracker genutzt, um die Räder zu finden. Viele Mehrfachtäter wurden festgenommen und in Untersuchungshaft geschickt, was die Strukturen der Diebesbanden zerstört hat.
Der Leiter der Polizeiinspektion Göttingen, Marco Hansmann, zeigt sich zufrieden. Die Maßnahmen greifen, auch wenn die Polizei gleichzeitig mit anderen Problemen wie Drogenkriminalität am Waageplatz oder Konflikten mit Großfamilien beschäftigt ist.
Die Beamten wollen den Erfolg nun absichern. Deshalb wird die Polizei weiterhin Videos auswerten und verstärkt in Wohngebieten Präsenz zeigen, um Diebe abzuschrecken. Die Ermittlungen bei den bestehenden Fällen dauern an.