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Göppingen will Baulücken mit Tauschmodell schließen

Die Stadt sucht nach Wegen, um unbebaute Grundstücke zu aktivieren. Ein neues Konzept soll Eigentümer dazu bewegen, ihre Flächen endlich zu bebauen oder zu verkaufen.

In Göppingen (Baden-Württemberg) gibt es über 300 Baulücken. Das sind Grundstücke in Wohn- oder Mischgebieten, die eigentlich bebaubar und erschlossen sind, aber bisher leer stehen. Die Stadt führt deshalb ein spezielles Kataster, in dem alle diese Flächen sowie Grundstücke, die untergenutzt sind, genau erfasst werden. Die Daten der Eigentümer bleiben dabei anonym; es werden nur die Lage, die Größe und die Nummer der Flurstücke in Plänen eingetragen.

Die Stadt möchte diese Lücken schließen, um dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Das Ziel ist es, die Natur zu schützen und zu verhindern, dass immer mehr Flächen im Außenbereich für neue Gebäude geopfert werden. Damit die Eigentümer ihre Grundstücke hergeben, bietet die Stadt eine Bauplatzbörse an. Dort können die privaten Flächen zusammen mit städtischen Bauplätzen zum Verkauf angeboten werden.

Zusätzlich hat die Stadt mit Hilfe des Landes Baden-Württemberg ein neues Konzept entwickelt: den sogenannten Göppinger Baulandstein. Dabei handelt es sich um ein Tauschmodell. Eigentümer einer Baulücke können ihr Grundstück gegen eine alternative Kapitalanlage eintauschen, zum Beispiel gegen eine Wohnung der Wohnbau GmbH Göppingen. Je nach Wert kann ein Aufpreis anfallen.

Der Gedanke dahinter ist, dass ein unbebautes Grundstück oft nur Kosten verursacht. Die Besitzer müssen Grundsteuer zahlen, das Land pflegen und für die Sicherheit auf dem Gelände sorgen, während sie eigentlich nur auf eine Wertsteigerung hoffen. Durch den Tausch erhalten sie stattdessen eine Immobilie, die sie selbst nutzen oder vermieten können, um feste Mieteinnahmen zu erzielen.

Die Stadt hofft, dass die Quartiere dadurch lebendiger werden und die Versorgung vor Ort gesichert bleibt. Das Konzept dient mittlerweile sogar als Leitfaden für andere Kommunen und Verwaltungen.

Quelle: Göppingen – zur Originalmeldung

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