Glienicke/Nordbahn erinnert an Opfer der Berliner Mauer
In Glienicke/Nordbahn (Brandenburg) fand eine feierliche Gedenkveranstaltung statt. Anlässlich des 65. Jahrestags des Mauerbaus trafen sich Vertreter aus Politik und Gesellschaft am Gedenkkreuz am Edelhofdamm an der Oranienburger Chaussee. Dort legten sie Kränze nieder, um an die Menschen zu erinnern, die an der Berliner Mauer ihr Leben verloren haben oder unter der Diktatur litten.
Besonders im Mittelpunkt stand das Schicksal von Michael Bittner. Er wurde am 24. November 1986 von Grenzsoldaten zwischen Glienicke und Frohnau erschossen. Dr. Ulrich Strempel, der Vorsitzende der Gemeindevertretung, betonte in seiner Rede, dass Bittner nur selbst über sein Leben entscheiden wollte. Die Mauer sei nicht nur aus Beton gewesen, sondern ein Werkzeug der Diktatur, die Freiheit mit Waffengewalt verhinderte.
Auch der stellvertretende Bezirksbürgermeister von Reinickendorf, Uwe Brockhausen, sprach bei dem Treffen. Er hob hervor, dass die ehemalige Grenze heute keine Trennung mehr bedeutet, sondern dass die Menschen nun als Nachbarn in Freiheit zusammenleben.
Organisiert wurde die Veranstaltung gemeinsam vom Bezirksamt und der Bezirksverordnetenversammlung Reinickendorf sowie der Gemeinde Glienicke/Nordbahn. Für den offiziellen Rahmen sorgte die 7. Kompanie des Wachbataillons beim Bundesministerium der Verteidigung.