Gitarrenfestival in Hersbruck: Fingerstyle-Night begeistert Publikum
In Hersbruck (Landkreis Nürnberger Land, Bayern) fand ein besonderer Abend des 26. Internationalen Gitarrenfestivals statt. Die sogenannte „Fingerstyle Night“ ist für viele Besucher ein fester Höhepunkt des Programms. In diesem Jahr startete der Abend ruhig mit Yuliya Lonskaya. Die Virtuosin aus Weißrussland sang und spielte gefühlvolle Stücke, die das Publikum erst nach Argentinien, dann in die Mongolei und schließlich nach Brasilien entführten. Zum Abschluss spielte sie den weltberühmten Tango „Por una Cabeza“ von Carlos Gardel.
Danach änderte sich die Stimmung in der Halle komplett. Der Finne Petteri Sariola sprang voller Energie auf die Bühne. Er präsentierte sich als „One Man Band“ und spielte Songs aus seinem Album „Voyager“. Dabei nutzte er seine Hände und seinen Fuß gleichzeitig, um verschiedene Stimmen, den Takt und den Hall der Gitarre zu steuern.
Den Höhepunkt des Abends setzte Alexandr Misko vor einer fast ausverkauften Halle. Der Russe, der seit drei Jahren in Tübingen lebt, nutzte eine speziell umgebaute „Frankenstein“-Gitarre. Er klopfte auf am Korpus befestigte Drums und Mini-Hi-Hats oder benutzte einen Holzspieß. Um den Klang zu verändern, ließ er Regengeräusche über das Handy laufen oder legte eine CD unter die Saiten. Nach seiner Version von Michael Jacksons „Billie Jean“ ließ er sich völlig erschöpft auf die Bühne fallen.
Das Festival geht weiter: Am kommenden Mittwochabend um 19.30 Uhr treten Louise Jallu und ihre Band mit „Tango Nuevo“ auf. Wer noch keine Karten hat, kann versuchen, Resttickets direkt an der Abendkasse zu ergattern.
Quelle: Hersbruck – zur Originalmeldung