Gitarrenfestival in Hersbruck begeistert Publikum
Am Wochenende wurde es in Hersbruck (Landkreis Nürnberger Land, Bayern) musikalisch. Beim 26. Internationalen Gitarrenfestival sorgten verschiedene Künstler für Stimmung in der GERU-Halle. Festivalleiter Johannes Tonio Kreusch führte durch das Programm.
Am Samstagabend stand die „Blues-Night“ im Zeichen. Zuerst trat die Singer-Songwriterin Hollie Rogers aus Cornwall auf. Sie mischte Folk, Pop, Jazz und Blues. Mit ihrer starken Stimme zog sie die Zuschauer schnell in ihren Bann, sodass viele im Publikum sogar mitsangen.
Nach einer kurzen Pause übernahmen Al Jones und seine Blues Band die Bühne. Die Gruppe um den Deutsch-Amerikaner gilt als eine der besten Rhythm&Blues-Formationen außerhalb der USA. Mit schnellen Rhythmen und Soli an der Mundharmonika, Gitarre und Schlagzeug brachten sie die Halle zum Brodeln.
Am Sonntag änderte sich die Stimmung bei der „Classical Guitar Gala“. Auf der Bühne stand nur ein einziger Stuhl, auf dem nacheinander drei Profis Platz nahmen. Zuerst spielte der Pole Marcin Dylla hochkomplexe Stücke mit großer Leichtigkeit. Danach folgte der Franzose Philippe Villa. Er erzählte dem Publikum auf Deutsch von der Zeit Beethovens und spielte Werke von Napoléon Coste und Mauro Giuliani.
Den Abschluss machte Pavel Steidl. Er nutzte zuerst eine historische Gitarre mit sieben Saiten für Stücke von Johann Kaspar Mertz. Später wechselte er auf eine normale Gitarre und spielte moderne Werke. Wie schon bei den anderen Künstlern standen die Zuschauer am Ende begeistert auf und applaudierten.
Das Festival geht noch weiter: Am Montagabend um 19.30 Uhr findet die „Noche Flamenco“ mit Karen Lugo und dem Chicuelo-Trio statt. Wer noch kein Ticket hat, kann versuchen, an der Abendkasse fündig zu werden.
Quelle: Hersbruck – zur Originalmeldung