Gießen: Mann wegen Anlagebetrug über 100.000 Euro festgenommen
Ein Mann aus dem Wetteraukreis (Hessen) wollte sein Geld lukrativ anlegen. Anfang Mai 2026 stieß er auf ein Angebot, das zu gut klang, um wahr zu sein. Zuerst zahlte er nur kleine Beträge ein. Um sein Vertrauen zu gewinnen, zahlten die Betrüger ihm anfangs sogar kleine Gewinne aus. Das lockte das Opfer an.
Kurz darauf änderten die Täter ihre Strategie. Sie forderten immer höhere Summen, damit der Mann angeblich noch mehr Gewinn machen könne. Schließlich überwies der Geschädigte insgesamt rund 100.000 Euro. Als er dann sein Geld und die versprochenen Gewinne zurückhaben wollte, weigerten sich die Täter. Statt der Auszahlung forderten sie plötzlich noch mehr Geld.
Der Mann bemerkte den Betrug und ging zur Polizei. Die Kriminalpolizei aus Gießen (Hessen) nahm die Ermittlungen auf. Am Mittwochabend, dem 15. Juli 2026, konnten die Beamten einen 38-jährigen Verdächtigen im Wetteraukreis festnehmen. Der Mann kommt aus Baden-Württemberg.
Bei der Festnahme fanden die Polizisten Bargeld, das vermutlich aus einer anderen Straftat stammt. Außerdem nahmen sie ein Handy und verschiedene Datenträger mit. Die Experten prüfen nun die digitalen Daten, um mehr über die Tat zu erfahren.
Der 38-Jährige wurde nach den polizeilichen Maßnahmen wieder freigelassen. Die Staatsanwaltschaft Gießen sah keine Gründe, ihn in Haft zu lassen. Die Ermittler suchen nun weiter nach den Hintermännern und Drahtziehern, die im Hintergrund die Fäden gezogen haben.
Ob und inwieweit sich der Festgenommene strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle – zur Originalmeldung