A45 bei Gießen: Tödlicher Frontalcrash durch Falschfahrt
Es geschah am frühen Sonntagmorgen gegen 01:52 Uhr auf der A45 bei Gießen (Hessen). Eine 34-jährige Fahrerin aus Obernburg fuhr an der Anschlussstelle Florstadt plötzlich auf die Autobahn auf. Sie befuhr die Fahrbahn entgegen der vorgeschriebenen Richtung in Richtung Norden.
Nur wenige Minuten später passierte das Unglück. Ein 70-jähriger Mann aus Hagen fuhr aus Richtung Gießen in Richtung Hanau. Er hielt sich auf der linken Spur, als er frontal mit dem Wagen der Frau zusammenstieß. Beide Autos waren durch die hohe Geschwindigkeit massiv beschädigt.
Im Auto der Frau saßen nicht nur sie selbst, sondern auch ihr 39-jähriger Ehemann und drei Kinder im Alter von 10 bis 15 Jahren. Durch die Wucht des Aufpralls wurden alle Insassen beider Fahrzeuge in den Wracks eingeklemmt. Die Feuerwehr musste sie mit schwerem Gerät aus den Autos befreien.
Der 70-jährige Fahrer starb noch an der Unfallstelle. Die 34-jährige Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht, verstarb dort jedoch kurze Zeit später. Die weiteren Insassen wurden schwerstverletzt. Einige von ihnen mussten mit einem Rettungshubschrauber in verschiedene Kliniken geflogen werden. Die drei Kinder befinden sich weiterhin in einem kritischen Zustand.
Die A45 war für die Unfallaufnahme komplett gesperrt, der Verkehr wurde über eine Umleitung geleitet. Um genau zu klären, wie es zu der Falschfahrt kam, hat die Staatsanwaltschaft Gießen einen Gutachter beauftragt.
Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich weitere Menschen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Polizeipräsidium Mittelhessen - Führungs- und Lagedienst – zur Originalmeldung