Gesundheitskonferenz in Kellinghusen will Kinder mehr bewegen
Immer mehr Menschen sitzen zu viel. Das gilt nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder und Jugendliche. Eigentlich sollten sie sich laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) jeden Tag mindestens 60 Minuten bewegen. Das schaffen viele aber nicht. Deshalb organisierte das Gesundheitsamt des Kreises Steinburg (Schleswig-Holstein) am Dienstag eine Gesundheitskonferenz in Kellinghusen.
Fast 30 Teilnehmer aus der Verwaltung und aus Schulen nahmen an dem Treffen teil. Hermann Städtler, ein ehemaliger Schulleiter und Programmleiter für die „bewegte, gesunde Schule Niedersachsen“, erklärte den Teilnehmern, wie man Bewegung besser in den Schulalltag einbauen kann. Er betonte, dass Bewegung keine schädlichen Nebenwirkungen habe und man den Kindern wieder mehr Raum dafür geben müsse. Städtler schlug sogar vor, Hausaufgaben abzuschaffen, um die gewonnene Zeit besser für körperliche Aktivität zu nutzen.
Auch Michael Rickert vom „bewegten Zentrum“ in Kiel sprach über die Probleme. Er erklärte, dass sich Grundschulkinder meistens nur 20 Minuten am Stück konzentrieren können. Danach brauchen sie unbedingt eine Pause, um sich zu bewegen. In ihrem heutigen Alltag hätten die Kinder jedoch viel zu wenig davon.
Nach einer aktiven Pause gingen die Teilnehmer in Workshops über. Dort vertieften sie die Themen aus den Vorträgen und sammelten praktische Ideen für ihren eigenen Schulalltag. Eine Teilnehmerin sagte zum Abschied, dass sie viele gute Impulse erhalten habe, die sie nun ausprobieren möchte.
Die Gesundheitskonferenz ist eine jährliche Veranstaltung. Sie wird von der Abteilung für Gesundheitsförderung und Prävention des Gesundheitsamtes im Kreis Steinburg organisiert.