Gera-Untermhaus setzt mit roter Bank Zeichen gegen Gewalt
Seit dem 26. August 2026 gibt es in Gera-Untermhaus (Thüringen) ein neues, leuchtend rotes Möbelstück. Direkt am Eingang zum Hofwiesenpark wurde eine rote Bank aufgestellt. Das Projekt kommt vom Ortsteilrat und Ortsteilbürgermeister Reinhardt Schmalwasser. Zusammen mit Partnern der OTEGAU und der Stadtverwaltung haben sie die Bank organisiert. Bezahlt wurde das Ganze über Gelder aus dem Programm SMART City.
Die Bank ist Teil einer europaweiten Initiative. Überall dort, wo rote oder orangefarbene Bänke stehen, soll das Thema Gewalt sichtbar gemacht werden. Die Botschaft in Untermhaus ist deutlich: Gewalt gegen Frauen und Männer ist hier nicht erwünscht.
Die Bank ist aber mehr als nur ein Symbol oder ein Ort zum Ausruhen. An ihr ist ein QR-Code angebracht. Wer diesen mit dem Handy scannt, landet direkt auf der Seite „Schnelle Hilfen“ der Geraer Homepage. Dort stehen lokale Anlaufstellen und konkrete Angebote bereit. Das hilft vor allem Menschen, die nicht wissen, wohin sie sich wenden sollen. Das Angebot gilt sowohl für Opfer als auch für Menschen, die ihr eigenes Gewaltverhalten ändern wollen.
Der Hintergrund für die Aktion sind steigende Gewaltzahlen bundesweit. Eine Studie aus dem Jahr 2025 zeigt, dass weniger als zehn Prozent der Fälle von häuslicher Gewalt überhaupt angezeigt werden. Besonders junge Menschen sind laut den Daten häufig betroffen.
Auch Geras Gleichstellungsbeauftragte Catrin Heinrich unterstützt die Idee. Sie sieht in der Bank ein starkes Symbol für den Zusammenhalt in der Stadt gegen jede Form von Gewalt.
Quelle: Gera – zur Originalmeldung