Gera plant neue Richtung für die Innenstadt
Die Innenstadt von Gera (Thüringen) soll sich in den nächsten Jahren verändern. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 2. September 2026 die Handlungsstrategie „Deine City Gera 2035“ verabschiedet. Damit ist nun festgelegt, in welche Richtung sich das Zentrum entwickeln soll.
Bisher stand vor allem der Handel im Mittelpunkt. Das soll sich ändern, da sich die Gewohnheiten beim Einkaufen gewandelt haben und es Leerstände gibt. Die Stadt will die Innenstadt vielfältiger machen. Das bedeutet, dass Einkaufen, Arbeiten, Wohnen und Kultur besser zusammenpassen sollen. Baudezernent Bertram Koch erklärte, dass der Handel zwar wichtig bleibt, aber nicht mehr das alleinige Zentrum sein könne.
Die Strategie konzentriert sich auf acht Bereiche: Aufhalten, Wohnen, Arbeiten, Gastronomie, Handel, Kultur, Grünraum und Mobilität. Grundlage für diesen Plan waren Analysen der Stadt sowie Befragungen von Passanten und Online-Nutzer.
In dem Konzept werden auch konkrete Orte genannt, an denen etwas passieren könnte. Dazu gehören die Sanierung des Kultur- und Kongresszentrums sowie die Neugestaltung des Gustav-Hennig-Platzes, des Zschochern und des Bahnhofsvorplatzes. Auch der Kornmarkt, der Steinweg und die Amthorachse, die zum Hauptbahnhof führt, sollen aufgewertet werden.
Wichtig für die Bürger ist: Mit dem aktuellen Beschluss sind diese Projekte noch nicht automatisch fertig geplant oder genehmigt. Die Strategie gibt erst einmal nur die Richtung und die Prioritäten vor. Jede einzelne Maßnahme muss nun erst noch genau geprüft und in eigenen Verfahren beschlossen werden. Auch wie die Projekte bezahlt werden, wird in jedem Fall einzeln geklärt.
Quelle: Gera – zur Originalmeldung