Gera: Fahrstunden auf Parkplatz enden mit Strafverfahren
Am Sonntagvormittag gegen 11:05 Uhr bemerkten Polizisten in der Werner-Petzold-Straße in Gera (Thüringen) eine ungewöhnliche Situation auf einem öffentlichen Parkplatz. Dort steuerte eine 23-jährige Frau aus Honduras einen Pkw.
Wie die Beamten herausfanden, steckte hinter der Fahrt eine gute Absicht: Ein 72-jähriger deutscher Mann wollte der jungen Frau das Autofahren beibringen. Dafür hatte er ihr seinen Wagen überlassen, damit sie auf dem Parkplatz üben konnte.
Das Problem war jedoch, dass die Frau keine Fahrerlaubnis besitzt. Die Polizisten griffen ein und untersagten ihr sofort die Weiterfahrt. Da das Fahren ohne Führerschein auf einem öffentlichen Parkplatz verboten ist, leiteten die Beamten ein Strafverfahren gegen die junge Frau ein.
Nicht nur die Fahrerin bekommt nun Ärger. Auch der 72-jährige Fahrzeughalter muss mit Konsequenzen rechnen. Gegen ihn wird ermittelt, weil er jemandem das Auto überlassen hat, der keine Fahrerlaubnis hat.
Ob und inwieweit sich die beiden Menschen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen dauern an.