Gera bekommt neue TINA-Straßenbahnen
In Gera (Thüringen) gibt es ab sofort neue Bahnen im Stadtbild. Die GVB hat die sogenannten TINA-Straßenbahnen offiziell in Betrieb genommen. Das Projekt war ein langer Weg: Schon 2018 fing die Planung an, und bis zum Start flossen rund 15.000 Arbeitsstunden in die Vorbereitung.
Die neuen Bahnen vom Hersteller Stadler kosten insgesamt rund 49 Millionen Euro. Ein großer Teil davon kommt aus Fördermitteln. Das Land Thüringen steuerte fast 25 Millionen Euro bei, die Stadt Gera etwa 13,5 Millionen Euro. Den Rest haben die GVB und Finanzpartner wie die Sparkasse Gera-Greiz und die Deutsche Leasing übernommen.
Für die Fahrgäste ändert sich einiges. Die Bahnen sind niederflurig, was den Einstieg für Menschen mit Rollstühlen, Rollatoren oder Kinderwagen deutlich einfacher macht. Zudem gibt es eine Klimaanlage und große Panoramafenster. Damit werden die alten Tatra-Bahnen, die nicht barrierefrei waren, nach und nach ausgemustert.
Die erste TINA kam bereits am 5. März 2026 aus der Schweiz nach Gera und rollte über den Bahnhof Gera-Zwötzen auf den Betriebshof. Viele Bahn-Fans hatten die Fahrt in sozialen Netzwerken mitverfolgt.
Die neuen Fahrzeuge sind auch der Schlüssel für bessere Fahrpläne. Sobald genug der langen Bahnen im Einsatz sind, will die GVB im Jahr 2027 auf der Linie 3 einen Takt von 7,5 Minuten einführen. Die Technik ist bewährt und wird bereits in Städten wie Halle, Rostock oder Basel genutzt.
Quelle: Gera – zur Originalmeldung