Gelsenkirchen: Rollerfahrer kracht in Radfahrer
Es war kurz vor Mitternacht in der Nacht vom 29. Juli 2026 auf den 30. Juli, als eine Polizeistreife in Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen) auf der Bahnhofstraße einen Motorroller entdeckte. Auf dem Gefährt saßen zwei Menschen. Das Fahrzeug hatte kein Kennzeichen und beide Fahrer trugen keine Helme. Zudem fuhren sie mitten durch die Fußgängerzone.
Die Polizistinnen wollten den Roller anhalten und schalteten das Blaulicht ein. Der Roller fuhr weiter in Richtung des Heinrich-König-Platzes. Der Fahrer wollte wohl nach links in die Ahstraße abbiegen. Dabei passierte der Unfall: Der Roller krachte in einen 16-jährigen Gelsenkirchener, der mit seinem Fahrrad über den Platz fuhr.
Als die Beamten zum Unfallort kamen, lag der 18-jährige Rollerfahrer unter seinem eigenen Fahrzeug und war eingeklemmt. Der zweite Insasse des Rollers war bereits zu Fuß geflohen. Auch der Jugendliche auf dem Fahrrad lag schwer verletzt am Boden. Die Polizistinnen leisteten sofort Erste Hilfe, bis die Retter des Notrufs eintrafen. Beide Verletzten wurden anschließend in Krankenhäuser gebracht.
Ein spezielles Team aus Bochum sicherte die Spuren am Unfallort. Gegen den 18-jährigen Fahrer ermittelt die Polizei nun wegen mehrerer Delikte. Er soll ohne Führerschein und ohne Versicherung gefahren sein. Zudem stehen der Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung, die Gefährdung des Straßenverkehrs und ein Verstoß gegen das Kraftfahrzeugsteuergesetz im Raum.
Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen dauern an.