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Gegenstände auf Gleisen: Metronom bei Tostedt vollbremst

Unbekannte warfen ein Verkehrsschild und Holzlatten auf die Schienen zwischen Bremen und Hamburg. Ein Zug mit 600 Fahrgästen überfuhr die Teile.

Am Sonntagabend kam es auf der Bahnstrecke vom Bremer Hauptbahnhof in Richtung Hamburg zu einem gefährlichen Vorfall. Gegen 18:08 Uhr bemerkte der Lokführer eines Metronom-Zuges, dass Gegenstände auf den Gleisen lagen. Es handelte sich um ein Verkehrsschild samt Eisenstange und mehrere Holzlatten, die wohl von einem Zaun in der Nähe stammten.

Der Fahrer bremste sofort stark ab. Er war zu diesem Zeitpunkt mit etwa 80 km/h unterwegs. Trotz der Schnellbremsung kam der Zug nicht rechtzeitig zum Stehen und überfuhr das Verkehrszeichen. Durch den Aufprall wurde das Schild zur Seite geschleudert. Die rund 600 Menschen an Bord blieben unverletzt. Auch am Zug selbst gab es nach ersten Erkenntnissen keine Schäden.

Eine Fahrgastin und der Lokführer bemerkten zwei Menschen auf einer Bahnbrücke bei Tostedt (Niedersachsen). Die beiden beobachteten den Vorfall und flüchteten kurz darauf in unbekannte Richtung. Die Polizei vermutet, dass diese Menschen die Gegenstände von der Brücke geworfen oder sie zuvor in die Gleise gelegt haben.

Der Vorfall sorgte für ein riesiges Chaos im Bahnverkehr. Acht Züge hatten insgesamt eine Verspätung von 254 Minuten, zwei Züge fielen komplett aus. Der betroffene Metronom musste im Bahnhof Tostedt halten. Die Passagiere mussten in einen anderen Zug umsteigen, um ihre Reise fortzusetzen.

Die Bundespolizeiinspektion Bremen ermittelt nun wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Die Beamten suchen nach Zeugen, die die zwei Menschen auf der Brücke gesehen haben. Vielleicht hielten sich die Verdächtigen schon länger dort oder in der Nähe der Gleise auf.

Ob und inwieweit sich die Menschen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Bremen – zur Originalmeldung

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