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Friedrichsthal: Wildschweine wühlen Gärten auf

Copyright und Urheber siehe Friedrichsthal

Im Stadtgebiet von Friedrichsthal machen Wildschweine derzeit viele Gartenbesitzer fertig. Die Stadt warnt vor den Tieren und gibt Tipps zum Schutz.

In Friedrichsthal (Saarland) gibt es momentan ein Problem mit Wildschweinen. Immer mehr Bewohner melden sich bei der Stadt, weil die Tiere ihre Gärten verwüsten. Eine Rotte Wildschweine kann einen gepflegten Garten in kurzer Zeit komplett aufwühlen und die Erde zergraben.

Wer nun auf eine Entschädigung hofft, wird enttäuscht. Gärten in Wohngebieten gelten rechtlich als befriedete Bezirke. Das heißt, dass dort nicht gejagt werden darf. Deshalb werden die entstandenen Schäden auch nicht ersetzt. Die Eigentümer müssen ihre Grundstücke also selbst absichern.

Die Stadt rät zu stabilen Zäunen. Am besten eignet sich ein Stabmattenzaun mit einem Fundament. Dieser sollte mindestens 1,30 Meter hoch sein und etwa 20 bis 30 Zentimeter tief im Boden stecken, damit die Tiere den Zaun nicht untergraben können.

Zusätzlich sollten die Bewohner darauf achten, dass die Tiere nicht angelockt werden. Mülltonnen und Komposthaufen müssen gut verschlossen bleiben. Essensreste dürfen nicht offen herumliegen und Fallobst sollte regelmäßig aufgesammelt werden. Auch Tierfutter muss sicher verstaut werden. Wer möchte, kann ungiftige Vergrämungsmittel nutzen, die die Tiere durch Geruch und Geschmack abschrecken.

Wenn die Tiere bereits im Garten stehen, ist Vorsicht geboten. Man sollte keinen direkten Kontakt suchen, besonders wenn Bachen mit ihren Frischlingen dabei sind, da dies gefährlich sein kann. Von einem Balkon aus können laute Geräusche oder hektische Bewegungen helfen, die Tiere zu vertreiben.

Sollten die Besuche zunehmen, können sich die Betroffenen an den örtlichen Jagdpächter wenden. Dieser kann zwar in den angrenzenden Wäldern handeln, aber nicht direkt in den Wohngebieten.

Bei weiteren Fragen hilft das Ordnungsamt der Stadt Friedrichsthal weiter. Zusätzliche Infos gibt es in einem Flyer des Saarforstes.

Quelle: Friedrichsthal – zur Originalmeldung

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