Freising wehrt sich weiter gegen dritte Flughafenbahn
Der Streit um die dritte Start- und Landebahn am Flughafen München geht in die nächste Runde. Der Landkreis Freising (Oberbayern) und die Stadt Freising geben den Kampf gegen das Bauprojekt nicht auf. Am Donnerstag hat ihr Anwalt, Professor Remo Klinger, eine Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingereicht.
Zuvor gab es bereits mehrere rechtliche Versuche, den Ausbau zu stoppen. Das Bundesverwaltungsgericht hatte jedoch die letzten Beschwerden gegen ein Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs abgewiesen. Nun bleibt nur noch der Weg zum höchsten Gericht in Karlsruhe.
Nicht nur der Landkreis und die Stadt ziehen vor Gericht. Auch die Gemeinde Berglern und einige Privatkläger schließen sich der Beschwerde an. Gemeinsam fordern sie, dass die bisherigen Entscheidungen der Regierung von Oberbayern sowie der Gerichte aufgehoben werden. Die Sache soll dann noch einmal neu verhandelt werden.
Die Politik vor Ort zeigt sich entschlossen. Oberbürgermeisterin Monika Schwind betonte, dass man bis zum Schluss kämpfen werde. Auch Landrätin Susanne Hoyer erklärte, dass Stadt und Landkreis Seite an Seite gegen die Bahn vorgehen, da sie dies den Bürgern schuldig seien.
Eine schnelle Entscheidung ist jedoch nicht zu erwarten. Laut dem Anwalt wird es wohl noch dieses Jahr dauern, bis das Bundesverfassungsgericht reagiert. Der Fall liegt nun bei den Richtern in Karlsruhe.