Freilassing: Bundespolizei schnappt sechs Gestuchte bei Kontrollen
Die Bundespolizei war am Donnerstag in Freilassing (Landkreis Berchtesgadener Land, Bayern) auf großer Jagd. Bei Kontrollen an der Grenze und am Bahnhof gab es insgesamt rund 20 Treffer. Allein sieben Menschen wurden mit Haftbefehlen gesucht.
Es fing kurz nach Mitternacht an. An der Autobahn A8 hielten die Polizisten einen Reisebus an. In dem Bus saß ein 36-jähriger Deutscher. Als die Beamten seine Daten prüften, kam heraus: Die Staatsanwaltschaft Erfurt suchte ihn wegen Körperverletzung. Die Polizei nahm ihn fest und brachte ihn vor einen Richter.
Kurz darauf stoppten die Beamten einen weiteren Reisebus an der Autobahn. Hier wurden gleich zwei Menschen festgenommen. Ein 39-jähriger Kroate war wegen gefährlicher Körperverletzung gesucht worden. Zudem durfte er gar nicht in Deutschland sein. Die Polizei verhaftete ihn und schickte ihn zurück nach Österreich. In demselben Bus saß eine 29-jährige Kroatin. Gegen sie lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Wuppertal wegen schweren Bandendiebstahls vor. Sie wurde direkt in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Auch im Laufe des Tages blieb es an der Kontrollstelle auf der A8 spannend. Ein 29-jähriger Rumäne wurde festgenommen. Er war wegen versuchten Betrugs gesucht worden. Da er eine Geldstrafe von 1.200 Euro nicht bezahlen konnte, musste er ins Gefängnis.
Am Abend gab es einen weiteren Treffer. Ein 41-jähriger Türke wurde festgenommen. Auch er konnte eine Geldstrafe nicht begleichen, diesmal ging es um 2.100 Euro. Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden hatte den Haftbefehl ausgestellt. Auch er wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
Nicht nur an der Autobahn, sondern auch am Bahnhof Freilassing waren die Beamten erfolgreich. Dort kontrollierten sie einen 39-jährigen Algerier, der aus Österreich kam. Der Mann hatte zwar eine Haftbestätigung aus Österreich dabei, aber es gab noch einen weiteren Haftbefehl wegen Hausfriedensbruchs. Da er keine gültigen Papiere vorzeigen konnte und vermutlich gegen ein Einreiseverbot verstieß, nahmen ihn die Polizisten fest und wiesen ihn nach Österreich zurück.
Neben den Haftbefehlen stellten die Beamten bei ihren Einsätzen noch weitere Verstöße gegen das Waffenrecht und unerlaubte Einreisen fest. Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeidirektion München – zur Originalmeldung