Freiburg und Gundelfingen: Betrüger stehlen Kryptowährungen
Die Betrüger gingen in Freiburg (Baden-Württemberg) und Gundelfingen nach dem gleichen Muster vor. Zuerst passierte es einem 44 Jahre alten Mann. Er bekam eine SMS, die angeblich von seiner Krypto-Börse kam. In der Nachricht stand, dass jemand versucht habe, sich in sein Konto einzuloggen. Der Mann sollte daraufhin eine Telefonnummer anrufen, die als Kunden-Hotline angegeben war.
Am Telefon behaupteten die Betrüger, dass das Passwort für sein sogenanntes Hardware-Wallet nicht mehr sicher sei. Ein Hardware-Wallet ist ein Gerät, das wie ein USB-Stick aussieht und die digitalen Münzen sicher speichert. Die Täter lockten den Mann auf eine gefälschte Internetseite. Dort gab er sein Kennwort ein, ohne zu merken, dass die Seite manipuliert war. Die Kriminellen griffen das Passwort ab und buchten Kryptowährungen im Wert eines niedrigen fünfstelligen Betrags von seinem Konto ab.
Nur wenige Tage später passierte einer 39 Jahre alten Frau genau das Gleiche. Auch sie wurde mit dieser Masche überlistet. Bei ihr war der Schaden noch höher: Die Betrüger erbeuteten Kryptowährungen in einem mittleren fünfstelligen Euro-Betrag.
Die Polizei warnt deshalb vor solchen Nachrichten. Man sollte niemals auf Links in SMS oder E-Mails klicken, sondern nur offizielle Lesezeichen im Browser nutzen. Besonders wichtig ist, dass man die sogenannte Seed Phrase, also das Kennwort für das Hardware-Wallet, niemals an andere Menschen weitergibt. Zudem sollte man niemandem Fernzugriff auf den eigenen Computer erlauben.
Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich die Verantwortlichen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.