Freiburg im Breisgau aktualisiert seine Nachhaltigkeitsziele
Die Stadt Freiburg im Breisgau (Baden-Württemberg) will ihren Weg in eine nachhaltige Zukunft präzisieren. Am 10. Dezember 2024 hat der Gemeinderat die aktualisierten Nachhaltigkeitsziele verabschiedet. Damit reagiert die Stadt auf globale Entwicklungen und neue Strategien in der eigenen Verwaltung.
Bereits Anfang 2023 startete die Stadt mit der Überarbeitung. Dabei haben verschiedene Akteure mitgewirkt, um das System zu verbessern. Die Logik hinter den Zielen blieb zwar gleich, aber viele Details wurden angepasst. So wurden Bezeichnungen einfacher formuliert, damit sie für alle verständlicher sind. Dopplungen wurden gelöscht und neue Aspekte in die bestehenden Ziele eingebaut.
Ein wichtiger Punkt bei der neuen Fassung ist die Unterscheidung zwischen Wirkungs- und Leistungszielen. Die Wirkungsziele beschreiben den Zustand, den die Stadt erreichen will. Die Leistungsziele zeigen den konkreten Weg dorthin auf. Insgesamt gibt es nun 65 Ziele, die in zwölf verschiedenen Handlungsfeldern unterteilt sind. Zudem gibt es eine neue Vision, die beschreibt, wie Freiburg im Jahr 2030 aussehen soll.
Freiburg ist mit diesem Thema schon lange beschäftigt. Bereits 1996 unterzeichnete der Gemeinderat die Charta von Aalborg, und 2006 folgten die sogenannten Aalborg Commitments. Über die Jahre wurden die Ziele immer wieder an internationale Vorgaben, wie die Agenda 2030 der Vereinten Nationen, angepasst. Im Jahr 2017 gab es bereits eine Fortschreibung mit 59 Zielen.
Um die Fortschritte sichtbar zu machen, nutzt die Stadt verschiedene Instrumente. So gibt es die digitale Plattform „Freiburg bewegt“, auf der Projekte und Maßnahmen präsentiert werden. Außerdem wird die Nachhaltigkeit direkt mit dem städtischen Haushalt verknüpft. Im Doppelhaushalt 2025/26 werden nun auch Investitionen direkt den Handlungsfeldern der Nachhaltigkeitsziele zugeordnet.
Ein weiterer Schritt für die kommenden Jahre ist der Start des Freiburger Klimapaktes im Jahr 2025. In diesem Netzwerk sollen sich Firmen, Vereine und Institutionen zusammenschließen, um gemeinsam das Ziel der Klimaneutralität bis 2035 zu erreichen.
Die aktualisierten Ziele dienen nun als Leitlinie für alle politischen Entscheidungen der Stadt und als Orientierung für die Wirtschaft und die Bürger vor Ort.